Die wichtigste Ertragsperle des Konzerns zeigt Risse. Nach enttäuschenden Absatzzahlen der Tochter Porsche wachsen die Sorgen um das China-Geschäft massiv an. Parallel dazu verdichten sich Gerüchte über einen radikalen Konzernumbau inklusive Spartenverkäufen, um die Profitabilität zu retten.

  • Porsche-Absatz: Globaler Rückgang um 10 %, in China bricht der Verkauf um 26 % ein.
  • Restrukturierung: MAN streicht 2.300 Stellen; Verkauf der Diesel-Sparte steht im Raum.
  • Charttechnik: Kurs rutscht unter wichtige Durchschnittslinien.

China-Problem erreicht Premium-Segment

Lange galt Porsche als immun gegen die allgemeine Marktschwäche, doch die jüngsten Zahlen belehren Anleger eines Besseren. Der Sportwagenbauer meldete für 2025 einen globalen Absatzrückgang von 10 Prozent. Besonders schwer wiegt der Einbruch im chinesischen Markt, wo die Verkäufe um drastische 26 Prozent zurückgingen.

Für die Konzernmutter Volkswagen ist dies kritisch, da Porsche traditionell die höchsten Margen liefert und Verluste im Volumengeschäft oft kompensierte. Dass nun auch das Luxussegment schwächelt, zwingt das Management zum Handeln. Berichten zufolge plant Volkswagen einen Neustart der Einstiegsmarke "Jetta", um zumindest im Massenmarkt Marktanteile zurückzugewinnen.

Radikaler Umbau und Verkaufsgerüchte

Der Vorstand reagiert auf die sinkende Nachfrage mit harten Einschnitten. Bei der Nutzfahrzeug-Tochter MAN einigte man sich auf den Abbau von 2.300 Stellen, um die Fixkosten zu senken. Im Gegenzug gibt es Beschäftigungsgarantien bis 2035.

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Noch brisanter sind jedoch Informationen aus Finanzkreisen, wonach Volkswagen den Verkauf der Dieselsparte – intern als "Everllence" bezeichnet – prüft. Dieser Schritt würde dringend benötigtes Kapital freisetzen, um den Wandel hin zu Elektromobilität und Software weiter zu finanzieren. Marktbeobachter werten dies als Indiz dafür, dass keine Geschäftsbereiche mehr tabu sind.

Analysten uneins, Chart angeschlagen

Die Hiobsbotschaften drückten den Kurs am Freitag um 1,46 % auf 101,45 Euro. Damit notiert die Aktie nun unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 102,16 Euro, was technisch orientierte Anleger zur Vorsicht mahnt. Einziger Lichtblick ist der RSI (Relative Strength Index) von 27,8, der eine überverkaufte Situation anzeigt und kurzfristig eine technische Gegenreaktion begünstigen könnte.

Die Expertenmeinungen gehen angesichts der Gemengelage auseinander:
* Bank of America: Bleibt bei "Buy" mit Kursziel 115 Euro und setzt auf die Substanz.
* Bernstein: Votiert "Neutral" (Ziel 108 Euro) wegen der China-Risiken.
* UBS: Ist mit "Neutral" und 95 Euro skeptisch und sieht kaum Aufwärtspotenzial.

Fazit

Der Wochenstart wird zur Bewährungsprobe für die Volkswagen-Aktie. Anleger müssen abwägen, ob der mögliche Liquiditätszufluss durch einen Diesel-Spartenverkauf die operativen Einschläge bei Porsche kompensieren kann. Sollte die psychologisch wichtige Marke von 100 Euro fallen, droht eine Ausweitung der Korrektur.

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