Viking Therapeutics steht zum Jahresstart in einem schwierigen Umfeld. Eine Serie größerer Insiderverkäufe trifft auf wachsende Konkurrenz im Markt für Adipositas-Medikamente. Der Kurs konnte sich gestern bei 32,30 US-Dollar leicht stabilisieren, bleibt aber deutlich unter früheren Hochs.

Im Zentrum steht nun die Frage, ob das Management auf der anstehenden J.P. Morgan Healthcare Conference das Vertrauen in die Pipeline stärken kann.

Breite Insiderverkäufe belasten Stimmung

Zwischen dem 5. und 6. Januar meldete Viking Therapeutics gebündelte Insiderverkäufe an die US-Börsenaufsicht SEC.

  • CEO Brian Lian verkaufte 233.409 Aktien im Volumen von rund 7,69 Mio. US-Dollar.
  • CFO Greg Zante trennte sich von 57.661 Aktien zu einem durchschnittlichen Preis von 32,90 US-Dollar.
  • COO Marianna Mancini veräußerte ebenfalls 57.661 Aktien.
  • Director Matthew Foehr verkaufte 16.000 Aktien im Gegenwert von etwa 561.760 US-Dollar.

In den vergangenen drei Monaten summierten sich Insiderverkäufe damit auf rund 15,99 Mio. US-Dollar, wobei der Großteil in der ersten Januarwoche erfolgte. Solch koordinierte Transaktionen von CEO, CFO und COO werden von institutionellen Investoren erfahrungsgemäß genau verfolgt, insbesondere nach einer Phase erhöhter Kursschwankungen.

Parallel dazu nimmt der Druck von der Short-Seite zu. Zum 6. Januar stieg die Leerverkaufsposition um 4,51 % auf 24,03 Mio. Aktien. Das entspricht 25,48 % des frei handelbaren Angebots – deutlich über dem Branchenschnitt von etwa 12,8 %. Damit ist die Aktie klar ein Ziel spekulativer Wetten auf fallende Kurse.

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GLP‑1-Wettbewerb erhöht den Druck

Die Insiderverkäufe fallen in eine Phase, in der sich der Wettbewerb im Markt für Adipositas-Therapien deutlich verschärft. Die zentrale Wachstumsgeschichte von Viking Therapeutics hängt am GLP‑1-Programm VK2735, einschließlich einer oralen Variante.

Zum Jahresbeginn hat Branchenprimus Novo Nordisk die orale Version seines Blockbusters Wegovy in den USA eingeführt. Dieser konkrete Vermarktungsschritt erhöht den Druck auf Entwicklungsunternehmen wie Viking, überzeugende Vorteile bei Wirksamkeit oder Verträglichkeit nachzuweisen.

Auch Eli Lilly treibt mit Orforglipron einen eigenen oralen Kandidaten voran; eine Zulassung wird bereits ab dem zweiten Quartal 2026 für möglich gehalten.

Die Aktie spiegelt diese Unsicherheit wider. Sie notiert spürbar unter dem 52‑Wochen-Hoch von 43,55 US-Dollar. Am 5. Januar kam es zu einem Rückgang von über 9 %, vermutlich im Vorfeld der Insiderdaten und vor dem Hintergrund einer Sektorrotation. Erst bei 32,30 US-Dollar fand der Kurs am Dienstag vorerst Halt.

J.P. Morgan Conference als nächster Impuls

Trotz des Gegenwinds durch Insiderverkäufe und hohe Short-Positionen steht kurzfristig ein potenzieller Kurstreiber an. Am 6. Januar kündigte Viking Therapeutics seine Teilnahme an der 44. J.P. Morgan Healthcare Conference an.

Die Präsentation findet in der kommenden Woche in San Francisco statt. Die Konferenz gilt seit Jahren als zentrale Bühne für Biotech-Unternehmen, um klinische Updates, Partnerschaften oder mögliche M&A-Perspektiven zu kommunizieren. Im Fokus der Investoren dürften insbesondere drei Punkte stehen:

  1. Konkrete Angaben zur Phase‑3-Planung für die injizierbare Version von VK2735.
  2. Neue Daten oder detaillierte Zeitpläne zur oralen Formulierung von VK2735, um die jüngsten Fortschritte von Novo Nordisk besser einordnen zu können.
  3. Aussagen zur Kapitalallokation und zur Einschätzung des Managements zur eigenen Pipeline nach den jüngsten Aktienverkäufen der Führungsebene.

Der aktuelle Analystenkonsens lautet weiterhin „Moderate Buy“, mehrere Kursziele liegen klar über dem aktuellen Kursniveau; HC Wainwright etwa nennt 102 US-Dollar. In den nächsten Tagen dürfte entscheidend sein, ob die Präsentation auf der J.P. Morgan-Konferenz die Wahrnehmung von den jüngsten Insiderverkäufen zurück auf das klinische Potenzial von VK2735 lenkt.

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