Die Aktie von Viking Therapeutics legte diese Woche deutlich zu, nachdem der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk mit enttäuschenden Studiendaten die Wettbewerbssituation im Markt für Abnehmmedikamente durcheinanderwirbelte. Das Biotech-Unternehmen aus San Diego profitierte direkt davon, dass Novos nächste Generation von Adipositas-Kandidaten hinter der Konkurrenz von Eli Lilly zurückblieb.

CagriSema enttäuscht im direkten Vergleich

Die Phase-3-Studie REDEFINE 4 zeigte, dass CagriSema – eine Fixkombination aus Cagrilintide und Semaglutid – über 84 Wochen durchschnittlich 23 Prozent Gewichtsverlust erzielte. Im direkten Vergleich lag Eli Lillys Tirzepatid mit rund 25,5 Prozent deutlich vorne, wie aus am 23. Februar veröffentlichten Daten hervorgeht.

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Novo Nordisk verlor daraufhin an der Börse massiv an Wert. Viking Therapeutics hingegen kletterte am Montag, den 23. Februar, um knapp 11 Prozent. Der Rückschlag eines großen Wettbewerbers verschafft den kleineren Entwicklern mehr Spielraum – vorausgesetzt, ihre eigenen Kandidaten überzeugen in den laufenden Studien.

VK2735 in zwei Darreichungsformen

Viking entwickelt VK2735, einen dualen GLP-1/GIP-Rezeptoragonisten, sowohl als Injektion als auch als Tablette. Das Unternehmen betont, dass es der einzige Anbieter ist, der dasselbe Molekül in beiden Formaten anbietet.

Die Phase-3-Studie VANQUISH-1 ist mit über 4.500 Patienten vollständig rekrutiert und läuft über 78 Wochen. VANQUISH-2, die zweite Phase-3-Studie mit rund 1.100 Teilnehmern mit Adipositas und Typ-2-Diabetes, schließt die Rekrutierung im ersten Quartal 2026 ab. Für die orale Variante plant Viking den Start der Phase 3 im dritten Quartal 2026, nachdem die FDA grünes Licht gegeben hat.

Phase-2-Daten der injizierbaren Form zeigten nach 13 Wochen einen Gewichtsverlust von bis zu 14,7 Prozent. Die Tablette erreichte in der gleichen Zeit bis zu 12,2 Prozent. Die Ergebnisse wurden im Januar 2026 im Fachjournal Obesity veröffentlicht.

Finanzpolster für die lange Strecke

Ende 2025 verfügte Viking über liquide Mittel von 706 Millionen Dollar. Das reicht nach Unternehmensangaben, um die laufenden Phase-3-Studien und weitere Pipeline-Projekte zu finanzieren. Die Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen 2025 auf 345 Millionen Dollar, nach 101,6 Millionen im Vorjahr.

Umsätze erzielt das Unternehmen noch keine. Der Nettoverlust je Aktie lag in den vergangenen zwölf Monaten bei 3,19 Dollar. Neben VK2735 arbeitet Viking an einem neuartigen Amylin-Agonisten, für den im ersten Quartal 2026 ein IND-Antrag bei der FDA eingereicht werden soll. Daten aus einer Erhaltungsdosis-Studie werden für das dritte Quartal erwartet.

Wettbewerb verschärft sich weiter

Der Markt für Adipositas-Medikamente bleibt hart umkämpft. Novo Nordisk brachte Anfang 2026 eine orale Version von Wegovy auf den Markt und sicherte sich damit einen Vorsprung bei Tabletten. Eli Lilly arbeitet ebenfalls an einem oralen Kandidaten namens Orforglipron, der sich der FDA-Zulassung nähert.

Vikings Management nimmt im März an mehreren Investorenkonferenzen teil, darunter die Leerink Partners Global Healthcare Conference und der Jefferies Biotech on the Beach Summit. Die nächsten Quartalszahlen werden für den 29. April erwartet.

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