Verbund-Aktie: Schöngerechnet?
Bereits im Januar kündigte der Verbund den sogenannten "Österreich-Tarif" an, bei dem die Kosten je kWh Strom auf unter zehn Cent sinken sollen. Kürzlich wurden nun weitere Details bekanntgegeben und technisch gesehen hält das Unternehmen Wort. Berechnet werden im ab März verfügbaren Tarif nur noch 9,5 Cent je kWh.
Das gilt allerdings nur im ersten Jahr und auch nur für den reinen Arbeitspreis. Rechnet man das Grundentgelt hinzu, sind es schon 10,5 Cent. Dazu kommen dann auch noch Steuern und Abgaben. Immerhin können auch Bestandskunden das Angebot nutzen, müssen dafür aber selbst aktiv werden. Eine automatische Änderung von Tarifen ist nicht vorgesehen.
Etikettenschwindel beim Verbund?
Die groß angekündigte Preissenkung kommt letztlich in Form eines zeitlich begrenzten Rabatts, was bei Verbraucherschützern natürlich nicht gut ankommt. Die beschweren sich darüber, dass der neue Tarif sogar teurer sei als bisherige Angebote. Denn aktuell bietet der Verbund einen Tarif mit ienem Strompreis von 15,6 Cent je kWh, bei dem die ersten fünf Monate allerdings nicht berechnet werden.
Wie "Der Standard" berichtet, liegt der Strompreis hier rechnerisch bei 9,2 Cent pro kWh und damit unterhalb des "Österreich-Tarifs" Von einer Verbrauchertäuschung will das Unternehmen aber nichts wissen. Es wird damit argumentiert, dass sich das Ganze besonders für langfristige Kunden auszahle
Falsche Erwartungen
Es sind nicht nur die Preise an sich, die für Aufregung sorgen. Kritik muss sich der Verbund auch aufgrund seiner Kommunikation gefallen lassen. Mit der ursprünglichen Ankündigungen wurden andere Erwartungen geschürt. Ob das Unternehmen sich damit einen Gefallen getan haben mag, darf vielleicht bezweifelt werden. Auch die Anleger zeigen sich momentan wenig begeistert, obschon dort ein Verzicht auf allzu rigorose Preissenkungen vielleicht sogar als Erleichterung verstanden werden könnte.
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