Ein Wirksamkeitswert von über 70 Prozent klingt nach einem Erfolg. Der Markt sah das heute anders. Nach der Veröffentlichung der Phase-3-Ergebnisse für den Borreliose-Impfstoffkandidaten VLA15 brach die Valneva-Aktie um fast 37 Prozent ein — ein Kursrutsch, der die Komplexität hinter der Headline-Zahl offenbart.

Ein statistisches Detail mit großer Wirkung

Die VALOR-Studie lieferte grundsätzlich ermutigende Daten: VLA15 zeigte eine Schutzwirkung von mehr als 70 Prozent gegen Borreliose bei Probanden ab fünf Jahren, ohne sicherheitsrelevante Auffälligkeiten. Das Problem liegt im statistischen Feinprint. Das vorab definierte Signifikanzkriterium für den primären Endpunkt wurde in der ersten Analyse verfehlt — weil im Studienzeitraum weniger Borreliose-Fälle auftraten als ursprünglich angenommen. Erst eine zweite, ebenfalls vordefinierte Analyse bestätigte die statistische Signifikanz.

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Für Anleger ist dieser Unterschied bedeutsam: Regulierungsbehörden legen bei der Zulassungsprüfung großen Wert auf das Erreichen primärer Endpunkte im ersten Anlauf. Das Verfehlen erhöht die Unsicherheit im bevorstehenden Zulassungsverfahren — auch wenn Valneva und Partner Pfizer die Gesamtdaten als positiv werten und an der Einreichung der Zulassungsanträge festhalten.

Stabiles Fundament, aber ein zentrales Fragezeichen

Die erst vergangene Woche veröffentlichten Jahreszahlen 2025 zeigen ein operativ solides Bild: Valneva erzielte einen Gesamtumsatz von 174,7 Millionen Euro und verfügte zum Jahresende über Liquidität von 109,7 Millionen Euro. Für 2026 erwartet das Management einen leichten Rückgang auf maximal 170 Millionen Euro, bedingt durch das planmäßige Auslaufen von Vertriebsvereinbarungen.

Diese Zahlen treten angesichts der Studiendaten klar in den Hintergrund. VLA15 ist der einzige weit fortgeschrittene Borreliose-Impfstoffkandidat für Menschen weltweit — kein anderes Vakzin ist bislang zugelassen. Das macht das Projekt zum alles entscheidenden Wachstumstreiber. CEO Thomas Lingelbach bezeichnete die Ergebnisse als wichtigen Schritt zur Schließung einer medizinischen Versorgungslücke.

Wie die Zulassungsbehörden die statistische Datenlage letztlich gewichten, wird über den Wert dieses Projekts — und damit über die Perspektiven des Unternehmens — entscheiden.

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