Der Ergebniscall zum Geschäftsjahr 2025 lieferte mehr als die üblichen Kennzahlen. Valneva-Führungskräfte gaben Einblicke in den Stand der VALOR-Studie, die Lage beim US-Militärgeschäft und den Fortschritt des Shigella-Kandidaten — ein Paket aus laufenden Katalysatoren, das die Richtung für 2026 vorzeichnet.

VALOR: Pfizer entscheidet, Valneva wartet

Das meiste Gewicht im Call erhielten die Aussagen zur Phase-3-Studie für den Lyme-Borreliose-Impfstoff VLA15. Die VALOR-Studie mit rund 10.000 Teilnehmern in Nordamerika und Europa hat die Impfphase 2025 abgeschlossen — die Daten werden aktuell ausgewertet. Studienleiter ist Pfizer, Valneva bleibt vollständig verblindet. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse wird zur Mitte der ersten Jahreshälfte 2026 erwartet, einen präziseren Termin wollte das Management nicht nennen.

Der Lyme-Impfstoff ist das strategische Kernstück. Das Management stellte klar: Bei erfolgreicher Zulassung und Vermarktung könnte Valneva finanziell selbsttragend und profitabel werden.

Shigella und das Militärgeschäft als Nebenthemen

Abseits von VLA15 rückte der Shigella-Kandidat S4V2 in den Vordergrund. Zwei parallel laufende Phase-2-Studien — eine bei Säuglingen, eine mit kontrolliertem Infektionsmodell — sollen um Mitte 2026 Daten liefern. Der Kandidat trägt seit Oktober 2024 den FDA-Fast-Track-Status, der globale Markt wird auf über 500 Millionen US-Dollar jährlich geschätzt.

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Beim kommerziellen Portfolio zeigte sich ein solides Bild: IXIARO-Umsätze kletterten auf 98,4 Millionen Euro, ein Plus von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das laufende Jahr erwartet das Management einen neuen Liefervertrag mit dem US-Verteidigungsministerium, ohne sich auf einen Zeitplan festzulegen.

Operativer Verlust mit Sondereffekt erklärt

Die Finanzzahlen für 2025 zeigen einen operativen Verlust von 82,1 Millionen Euro — nach einem Gewinn von 13,3 Millionen Euro im Vorjahr. Der Vergleich hinkt allerdings: 2024 hatte ein Priority-Review-Voucher-Verkauf rund 90,8 Millionen Euro netto beigesteuert, der 2025 wegfiel. Gleichzeitig stiegen die F&E-Kosten auf 85,3 Millionen Euro, getrieben durch das Shigella-Programm, während Marketing- und Vertriebskosten von 62,4 auf 37,4 Millionen Euro deutlich sanken.

Für 2026 peilt Valneva Produktumsätze zwischen 145 und 160 Millionen Euro an. Neue geografische Optionen kommen hinzu: In Brasilien erwartet das Management eine Zulassung von VLA1553 durch die Behörde Anvisa „recht bald", in Asien außerhalb Indiens will Valneva die Kontrolle über Vermarktung und Produktion übernehmen — ein Update dazu soll im späteren Verlauf des Jahres folgen.

Die Aktie notiert mit einem RSI von 14,7 deutlich im überverkauften Bereich. Der nächste substanzielle Kurstreiber dürfte die Veröffentlichung der VALOR-Daten sein — voraussichtlich noch vor Ende Juni.

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