Valneva startet mit Rückenwind ins neue Jahr. Nach einer starken Woche in Europa sorgt ein deutlicher Kurssprung im US-Nachhandel für zusätzliche Dynamik – und das unmittelbar vor der J.P. Morgan Healthcare Conference, einem der wichtigsten Branchentreffen weltweit. Entscheidend ist nun, ob das Unternehmen diese erhöhte Aufmerksamkeit mit konkreten Signalen untermauern kann.

Starke Woche, klares Signal aus den USA

Der Titel hat sich zuletzt klar von seiner Schwächephase gelöst. Auf Sicht von sieben Tagen legte die in den USA gehandelten Papiere bis Freitag auf 4,82 US‑Dollar zu, was einem Wochenplus von rund 19 % entspricht. Seit Jahresbeginn steht damit ebenfalls ein Zuwachs von 19 % zu Buche, auf Zwölfmonatssicht summiert sich das Plus sogar auf mehr als 120 %.

Wichtige technische Eckpunkte:

  • Schlusskurs Freitag US-Handel: 4,82 USD
  • Veränderung 7 Tage: +19,01 %
  • Veränderung 12 Monate: +122,32 %
  • 52‑Wochen‑Spanne: 2,06–5,16 USD
  • Abstand zum 52‑Wochen‑Tief: +133,53 %

Der Kurs notiert klar über den zentralen gleitenden Durchschnitten: Rund 22 % über dem 50‑Tage‑Schnitt, knapp 35 % über der 200‑Tage‑Linie. Charttechnisch spiegelt das eine gefestigte Aufwärtsbewegung wider. Gleichzeitig liegt der Titel nur gut 6 % unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 5,16 US‑Dollar – der Widerstandsbereich rückt damit in Reichweite.

Auffällig ist der sehr niedrige RSI von 18,9. In der klassischen Interpretation wäre das ein Hinweis auf einen überverkauften Zustand, hier zeigt der Wert jedoch vor allem, wie volatil der Titel bei hoher Schwankungsbreite (30‑Tage-Volatilität annualisiert knapp 80 %) gehandelt wird.

Drei zentrale Kurstreiber

Die aktuelle Aufwärtsbewegung lässt sich auf eine Kombination aus Sektorstimmung und unternehmensspezifischen Impulsen zurückführen. Im Mittelpunkt steht dabei klar die Impfstoff-Pipeline, allen voran das Chikungunya-Programm.

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1. J.P. Morgan Healthcare Conference als Katalysator

Valneva nimmt an der J.P. Morgan Healthcare Conference im Januar 2026 in San Francisco teil. Dieses Treffen gilt als wichtiger Termin für Biotech- und Pharmawerte, weil Unternehmen dort häufig strategische Weichenstellungen, Kooperationen oder Pipeline-Updates präsentieren. Investoren positionieren sich traditionell im Vorfeld, wenn sie sich neue Impulse erhoffen. Genau diese Erwartungshaltung ist derzeit im Kursverlauf sichtbar.

2. Chikungunya-Rechte zurück bei Valneva

Zum Jahresende 2025 hat das Unternehmen die Lizenzvereinbarung mit dem Serum Institute of India für den Chikungunya-Impfstoff beendet und die Rechte wieder vollständig übernommen. Marktbeobachter interpretieren diesen Schritt als Ausdruck von Selbstbewusstsein: Valneva dürfte sich bessere Optionen bei der Kommerzialisierung oder bei zukünftigen Partnerschaften ausrechnen. Perspektivisch könnte das die Margenstärke des Projekts erhöhen, weil mehr Wertschöpfung im Haus verbleibt.

3. Positive Studiendaten erweitern das Potenzial

Bereits am 10. Dezember 2025 hatte Valneva positive Phase‑2‑Daten für den Chikungunya-Impfstoff IXCHIQ bei Kindern veröffentlicht. Damit erweitert sich das potenzielle Einsatzspektrum des Produkts über die Erwachsenenindikation hinaus. Die jüngsten Kursbewegungen deuten darauf hin, dass der Markt dieses zusätzliche Marktpotenzial nun stärker einpreist.

Sektorumfeld und Einordnung

Die Entwicklung ist eingebettet in ein freundliches Biotech-Umfeld zum Start ins Jahr 2026. Mehrere Werte aus dem Sektor konnten zuletzt deutlich zulegen, was auf eine gewisse Risiko- und Wachstumsbereitschaft der Anleger hinweist. Valneva profitiert von dieser Rotation, zeigt aber eine überdurchschnittliche Relative Stärke: Die Aktie notiert klar über ihren mittleren Kursniveaus und hat sich weit von ihrem 52‑Wochen‑Tief bei 2,06 US‑Dollar entfernt.

Im Vergleich zu breiten Indizes, die nur moderat zulegten, verläuft die Erholung des Titels dynamischer. Die Nähe zum Jahreshoch und die deutlichen Abstände zu den gleitenden Durchschnitten unterstreichen die bullische Ausgangslage. Der Impuls aus dem US‑Handel zum Wochenschluss erhöht die Chance, dass in der neuen Woche charttechnisch relevante Widerstandszonen getestet werden.

Ausblick: Erwartungen vor den nächsten Terminen

Kurzfristig richtet sich der Blick klar auf die neue Handelswoche und die Präsentationen in San Francisco. Die Konferenz bietet eine Bühne, auf der Valneva seine strategische Positionierung rund um die Impfstoff-Pipeline und mögliche Kooperationen schärfen kann. Kursrelevante Aussagen zu Chikungunya oder weiteren Projekten könnten die zuletzt aufgebaute Dynamik bestätigen oder relativieren.

Auf der fundamentalen Seite steht mit den Jahreszahlen 2025 am 1. März 2026 der nächste harte Datenpunkt an. Bis dahin dürfte der Newsflow rund um Pipeline-Fortschritte und strategische Allianzen im Vordergrund bleiben. Entscheidend wird sein, ob es Valneva gelingt, die aktuell positive Erwartungshaltung der Investoren mit konkreten Fortschritten zu unterfüttern und damit die Nähe zum 52‑Wochen‑Hoch in eine nachhaltige Kursbasis zu überführen.

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