Valneva startet eine umfassende Investoren-Offensive in den USA und Europa. Der französische Impfstoffhersteller will den Kapitalmarkt gezielt auf das wichtigste Ereignis des Jahres vorbereiten: Die Veröffentlichung der Phase-3-Daten für den Borreliose-Impfstoffkandidaten VLA15. Mit einem Kursplus von rund 19 Prozent seit Jahresanfang scheinen Anleger bereits Vorschusslorbeeren zu verteilen, doch die kommenden Monate werden die fundamentale Richtung des Unternehmens bestimmen.

VLA15: Warten auf die Daten

Das Management um CEO Thomas Lingelbach nutzt aktuelle Konferenzen in Boston, Miami und Amsterdam, um die Werthaltigkeit der Pipeline zu unterstreichen. Im Zentrum steht dabei VLA15, der aktuell einzige Borreliose-Impfstoffkandidat weltweit, der sich in einer fortgeschrittenen klinischen Entwicklung befindet.

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Zusammen mit dem Partner Pfizer erwartet Valneva die Ergebnisse der sogenannten „VALOR“-Studie noch im ersten Halbjahr 2026. Die Studie umfasst über 9.400 Teilnehmer. Sollten die Daten positiv ausfallen, planen die Partner noch im selben Jahr die Zulassungsanträge bei der US-Behörde FDA und der europäischen EMA. Ein Marktstart wäre damit theoretisch vor der Zeckensaison 2028 möglich.

Finanzen unter der Lupe

Während die Hoffnungen auf dem klinischen Erfolg ruhen, mahnen die aktuellen Finanzkennzahlen zur Nüchternheit. Zwar schloss die Aktie am Freitag bei 4,57 Euro und hält sich damit deutlich über dem 52-Wochen-Tief von 2,37 Euro, doch die Bilanz zeigt gemischte Signale.

Die liquiden Mittel sanken zum Jahresende 2025 auf 109,7 Millionen Euro, verglichen mit gut 168 Millionen Euro im Vorjahr. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 prognostiziert das Management zudem einen Umsatzrückgang auf eine Spanne zwischen 155 und 170 Millionen Euro. Ursächlich hierfür ist der geplante Rückgang bei Geschäften mit Drittanbietern. Das Unternehmen muss folglich den Spagat bewältigen, mit sinkenden Einnahmen die kostenintensive Phase bis zu einer möglichen Markteinführung zu überbrücken.

Fazit: Alles blickt auf das erste Halbjahr

Die Situation bei Valneva spitzt sich auf einen binären Event zu. Die Vertragsverlängerung von CEO Lingelbach sorgt zwar für personelle Kontinuität, doch der wirtschaftliche Erfolg hängt fast ausschließlich an den Studiendaten von VLA15. Liefern Pfizer und Valneva in den kommenden Monaten überzeugende Ergebnisse, winkt nicht nur die Zulassung, sondern auch eine signifikante Neubewertung der Aktie. Enttäuschen die Daten, dürfte das geschrumpfte Cash-Polster schnell in den Fokus der Kritik rücken.

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