Petrobras zeigt, dass operative Disziplin auch in einem schwierigeren Ölpreisumfeld Wirkung entfalten kann. Der brasilianische Konzern hat im vierten Quartal 2025 besser abgeliefert als viele erwartet hatten – und setzt für 2026 noch einen drauf. Entscheidend ist dabei nicht nur der Blick auf die Gewinne, sondern vor allem auf Produktion, Exporte und die Investitionslinie.

Produktion zieht an, Exporte auf Rekord

Operativ lief es 2025 rund: Im Gesamtjahr kam Petrobras im Schnitt auf 2,4 Millionen Barrel pro Tag und lag damit über den eigenen Zielmarken. Besonders auffällig war das Schlussquartal. Die Ölexporte sprangen im Vergleich zum Vorjahr um 97% nach oben – laut Unternehmen auf Rekordniveau.

Rückenwind kam dabei aus der Inbetriebnahme neuer FPSO-Einheiten (schwimmende Produktions-, Speicher- und Verladeplattformen). Genannt wurden unter anderem Almirante Tamandaré und Marechal Duque de Caxias. Für 2026 plant Petrobras mit 2,5 Millionen Barrel pro Tag, was einem Wachstum von 4,2% entspräche. Kann die Produktionsrampe damit zum zentralen Ergebnistreiber werden? Zumindest liefert der Ausbau der Kapazitäten eine konkrete Grundlage dafür.

Gewinne trotz niedrigerem Ölpreis – und höhere Ausschüttung

Finanziell stach vor allem das vierte Quartal heraus: Das bereinigte EBITDA lag bei 59,9 Mrd. Reais und damit über der Markterwartung von 58,8 Mrd. Reais. Gegenüber Q4 2024 entspricht das einem Plus von 46%.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Petrobras?

Im Gesamtjahr 2025 meldete Petrobras ein bereinigtes EBITDA von 43,8 Mrd. USD sowie einen bereinigten Nettogewinn von 18,1 Mrd. USD – und das, obwohl der durchschnittliche Brent-Ölpreis 2025 14% unter dem Vorjahr lag. Gleichzeitig hielt der Konzern sein Investitionstempo hoch: Die Capex lagen bei 20,3 Mrd. USD, ein Anstieg um 22%. Für Anleger ebenfalls relevant: Die angekündigte Ausschüttung von 8,1 Mrd. Reais (rund 1,5 Mrd. USD) lag über den von Analysten erwarteten etwa 1,2 Mrd. USD.

Marktumfeld bleibt unruhig

Der Energiesektor startet 2026 mit erhöhter Volatilität. Geopolitische Spannungen belasten wichtige Transitrouten im Nahen Osten – explizit genannt wird die Straße von Hormus, durch die ein großer Teil des globalen Ölflusses läuft. Das sorgt für Aufwärtsdruck bei Öl-Benchmarks und stützt auch Ölaktien.

Petrobras profitierte zwar vom Rückenwind im Sektor, die Zahlen unterstreichen aber vor allem einen internen Hebel: höhere Effizienz und mehr Output. Zum Jahresende 2025 lag die Gesamtverschuldung bei 69,8 Mrd. USD.

Die Aktie schloss am Freitag bei 6,80 Euro und liegt damit nur knapp unter ihrem 52‑Wochen‑Hoch – ein Signal, dass der Markt die Kombination aus operativem Wachstum und höherer Ausschüttung kurzfristig honoriert. In den kommenden Monaten wird entscheidend sein, ob Petrobras das Produktionsziel für 2026 mit dem erhöhten Investitionsniveau wie geplant untermauern kann.

Petrobras-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Petrobras-Analyse vom 08. März liefert die Antwort:

Die neusten Petrobras-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Petrobras-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 08. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Petrobras: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...