Valneva stellt sich in diesen Tagen demonstrativ ins Scheinwerferlicht der Investoren – mit einem klaren Ziel: den Markt auf die entscheidenden Phase-3-Daten für den Lyme-Borreliose-Impfstoff VLA15 einzustimmen. Denn der bevorstehende Topline-Readout im ersten Halbjahr 2026 gilt als wichtigster klinischer Katalysator für das Unternehmen. Kann VLA15 liefern, was sich Anleger davon versprechen?

Konferenzserie als Vorbereitung

Am 2. März kündigte Valneva an, dass CEO Thomas Lingelbach und CFO Peter Buhler auf mehreren Investorenkonferenzen in den USA und Europa präsentieren. Geplant sind unter anderem eine Webcast-Präsentation sowie Investorentermine bei TD Cowen (Boston), Jefferies (Miami) und Van Lanschot Kempen (Amsterdam).

Im Mittelpunkt steht dabei laut Unternehmen vor allem die Pipeline – mit klarem Schwerpunkt auf dem bevorstehenden Phase-3-Datenpaket zu VLA15, das Partner Pfizer im ersten Halbjahr 2026 erwartet.

VLA15: Ein Projekt mit Hebelwirkung

VLA15 wird in der Phase-3-Studie „VALOR“ auf Wirksamkeit und Sicherheit geprüft – bei Teilnehmern ab fünf Jahren. Die Besonderheit: Valneva bezeichnet VLA15 als derzeit einzigen Borreliose-Impfstoffkandidaten weltweit, der sich in einer fortgeschrittenen klinischen Entwicklungsphase befindet.

Bei positiven Daten plant Pfizer nach Angaben im Quelltext regulatorische Einreichungen noch 2026. Ein kommerzieller Start ist für Herbst 2027 vorgesehen – mit Blick auf die Zeckensaison 2028. Für Valneva wäre ein Erfolg mehr als nur ein Pipeline-Meilenstein: Das Unternehmen sieht darin die Grundlage, die Entwicklung weiterer innovativer Impfstoffe zu beschleunigen.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Valneva?

Zahlen, Cash und Ausblick

2025 meldete Valneva Gesamterlöse von 174,7 Mio. Euro (2024: 169,6 Mio. Euro). Die Produktumsätze lagen bei 157,9 Mio. Euro nach 163,3 Mio. Euro im Vorjahr. Als Grund nennt das Unternehmen vor allem den – erwarteten – Rückgang der Drittanbieterverkäufe um 42,3% auf 19,2 Mio. Euro. Bereinigt um diese Drittanbieterverkäufe stiegen die Produktumsätze zu konstanten Wechselkursen um 9%.

Auffällig ist der Rückgang der liquiden Mittel: Zum Jahresende 2025 standen 109,7 Mio. Euro in der Kasse, ein Jahr zuvor waren es noch 168,3 Mio. Euro.

Für 2026 stellt Valneva Gesamterlöse von 155 bis 170 Mio. Euro in Aussicht, bei Produktumsätzen von 145 bis 160 Mio. Euro. Dass der Ausblick bei den Produktumsätzen unter 2025 liegt, erklärt das Unternehmen damit, dass Wachstum bei etablierten Marken durch weiter sinkende Drittanbieterverkäufe ausgeglichen werde.

Am Markt spiegelt sich die Nervosität kurzfristig im Kurs: Heute notiert die Aktie bei 4,54 Euro (-2,99%). Technisch fällt zudem der sehr niedrige RSI (14 Tage) von 18,9 auf – ein Wert, der die zuletzt starke Abwärtsdynamik unterstreicht.

Zum nächsten klaren Taktgeber wird damit der angekündigte Phase-3-Readout im ersten Halbjahr 2026 – genau darauf richtet Valneva seine Konferenz-Offensive nun aus.

Anzeige

Valneva-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Valneva-Analyse vom 6. März liefert die Antwort:

Die neusten Valneva-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Valneva-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Valneva: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...