SFC Energy will 2026 zum Wendejahr machen. Nach einem enttäuschenden Gesamtjahr 2025 setzt der Brennstoffzellenspezialist jetzt radikal auf Verteidigung und Sicherheit – und kündigt ein überproportionales Gewinnwachstum an. Das Vertrauen der Analysten kehrt zurück, auch wenn die Zahlen zunächst anderes vermuten ließen.

Starkes Finale, schwaches Gesamtbild

Das vierte Quartal 2025 brachte mit 40,6 Millionen Euro Umsatz die Trendwende. Die Hälfte davon entfiel bereits auf Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen. Über das Gesamtjahr blieb SFC Energy mit 143,3 Millionen Euro nahezu stabil, verfehlte aber die im November angepasste Prognose von bis zu 161 Millionen Euro deutlich.

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Das bereinigte EBITDA erreichte 16,7 Millionen Euro bei einer Marge von 11,6 Prozent. Belastend wirkten ungünstige Wechselkurse und gestiegene Verwaltungskosten. In Nordamerika blieb das Neugeschäft hinter den Erwartungen zurück, wichtige Aufträge in Indien verschoben sich zeitlich.

Defense-Anteil soll sich verdoppeln

Die strategische Antwort des Managements ist eindeutig: Der Anteil des reinen Defense-Geschäfts soll 2026 von 10 auf 15 bis 20 Prozent steigen – in absoluten Zahlen von 14 Millionen auf 23 bis 33 Millionen Euro. Einschließlich ziviler Sicherheitsanwendungen will SFC Energy künftig rund 60 Prozent des Konzernumsatzes in diesem Bereich erzielen.

Als Wachstumstreiber nennt CEO Peter Podesser den Aufbau einer US-Produktion, ein profitables Wasserstoff-Brennstoffzellengeschäft in Dänemark sowie neue Produkte wie eine Power-Management-Plattform für Drohnenabwehrsysteme.

Prognose übertrifft Erwartungen

Für 2026 strebt der Vorstand einen Umsatz von 150 bis 160 Millionen Euro an. Das bereinigte EBITDA soll auf 20 bis 24 Millionen Euro klettern, das bereinigte EBIT auf 11 bis 15 Millionen Euro. Das entspräche einem überproportionalen Ergebniswachstum – gestützt durch geringere Währungsbelastungen und den Wegfall von Einmalkosten.

Analysten heben Kursziele an

Die verfehlte Umsatzprognose führte nicht zu Abstufungen. Im Gegenteil: Mehrere Researchhäuser reagierten mit angehobenen Kurszielen. Warburg Research erhöhte auf 20 Euro und bezeichnet die Prognose als konservativ. First Berlin hob auf 22 Euro an und betont, dass die operative Gewinnerwartung für 2026 rund 27 Prozent über den bisherigen Schätzungen liegt.

Berenberg stufte die Aktie sogar von „Hold" auf „Buy" hoch, senkte das Kursziel jedoch von 18 auf 17 Euro. Analyst Robert-Jan van der Horst begründete dies damit, dass der mehr als 20-prozentige Kursrückgang die Schwächen eingepreist habe, die starke Profitabilität und mittelfristigen Aussichten aber noch nicht. Die Deutsche Bank Research bleibt bei „Hold" mit 16,40 Euro.

Der geprüfte Geschäftsbericht am 26. März wird zeigen, ob die vorläufigen Zahlen Bestand haben und die Defense-Strategie operativ greift. Die Aktie notiert aktuell bei 15,36 Euro – deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 26,35 Euro, aber klar über dem Novembertief von 11,78 Euro.

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