Das französische Biotech-Unternehmen Valneva bereitet den Markt systematisch auf den wichtigsten Meilenstein seiner Unternehmensgeschichte vor. Während das Management eine aggressive Investoren-Roadshow durch die USA und Europa startet, tickt im Hintergrund die Uhr: In den kommenden Wochen werden die Phase-3-Daten zum Lyme-Borreliose-Impfstoff VLA15 erwartet – ein Datensatz, der über Erfolg oder Misserfolg einer jahrelangen Entwicklungsarbeit entscheiden wird.

Die strategische Offensive ist kein Zufall. Nach Auftritten auf der TD Cowen Health Care Conference in Boston folgen weitere hochkarätige Termine: der Jefferies Biotech Summit am 10. März in Miami sowie die Van Lanschot Kempen Life Sciences Conference Mitte April in Amsterdam. Die Botschaft ist klar: Valneva will präsent sein, wenn die entscheidenden Nachrichten kommen.

VLA15: Der Hoffnungsträger mit Pfizer im Rücken

Im Zentrum steht VLA15, entwickelt in Partnerschaft mit Pfizer. Der Impfstoffkandidat ist derzeit der einzige gegen Lyme-Borreliose in fortgeschrittener klinischer Phase-3-Entwicklung weltweit. Die VALOR-Studie umfasste 9.437 Teilnehmer ab fünf Jahren an Standorten in den USA, Europa und Kanada – alle Impfungen sind abgeschlossen.

VLA15 deckt sechs Serotypen von Borrelia ab und repräsentiert damit die häufigsten pathogenen Stämme in Nordamerika und Europa. Valneva erwartet die Studienergebnisse in der ersten Jahreshälfte 2026. Bei positiven Daten plant Pfizer noch in diesem Jahr die Einreichung der Zulassungsanträge bei FDA und EMA, mit einer möglichen Markteinführung in der zweiten Jahreshälfte 2027.

Umsatzrückgang einkalkuliert

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Die vorläufigen Zahlen für 2025 zeigen Gesamterlöse von 174,7 Millionen Euro, davon 157,9 Millionen Euro aus Produktverkäufen. Für 2026 stellt Valneva 155 bis 170 Millionen Euro Gesamterlöse in Aussicht – ein Rückgang, den das Unternehmen mit dem geplanten Auslaufen von Drittanbieterverkäufen begründet. Die eigenen kommerziellen Marken sollen hingegen weiter wachsen.

Am 19. März folgt der nächste Ergebnisbericht. Die Aktie notiert aktuell bei 4,83 Euro und hat seit Jahresbeginn knapp 26 Prozent zugelegt.

Alles oder nichts

Für Valneva hängt die weitere Entwicklung maßgeblich von den VALOR-Daten ab. Ein Erfolg würde das kommerzielle Potenzial des Unternehmens weit über die bestehenden Reiseimpfstoffe hinaus erweitern und die Pipeline validieren. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die jahrelange Entwicklungsarbeit in einem zugelassenen Produkt mündet – oder ob Valneva zurück ans Reißbrett muss.

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