Valneva macht in Asien einen Schritt zurück, um künftig zwei nach vorne zu machen. Die Trennung vom Serum Institute of India ist beschlossene Sache – nun muss der französische Impfstoffentwickler beweisen, dass er die Region auch ohne Großpartner erschließen kann. Die Ankündigung eines eigenständigen "Asia Hub" sorgt für gemischte Reaktionen: Zwar behält das Unternehmen die volle Kontrolle über sein Chikungunya-Vakzin IXCHIQ®, doch der Aufbau eigener Strukturen kostet Zeit und Geld.

Die wichtigsten Fakten:

  • Lizenzpartnerschaft mit Serum Institute of India zum Jahresende beendet
  • "Asia Hub"-Strategie soll Unabhängigkeit von einzelnen Partnern sichern
  • Chikungunya-Impfstoff IXCHIQ® bleibt vollständig in Valnevas Hand
  • Neue Optionen für Shigella-Kandidaten werden geprüft
  • Borreliose-Programm VLA15 bleibt zentraler Pipeline-Treiber für 2026

Eigenregie statt Partnermodell

Die Entscheidung, künftig ohne das Serum Institute zu operieren, bedeutet einen fundamentalen Kurswechsel. Ursprünglich sollte der indische Partner den Zugang zu endemischen Regionen in Süd- und Südostasien öffnen. Nun plant Valneva, diesen Markt selbst zu bearbeiten oder gezielt kleinere Partnerschaften für Teilmärkte einzugehen.

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Das vollständige kommerzielle Potenzial von IXCHIQ® in Asien verbleibt damit beim Unternehmen. Gleichzeitig müssen jedoch Vertriebskapazitäten aufgebaut oder neue Kooperationspartner gefunden werden. Branchenbeobachter werten die Strategie als ambitioniert, zumal Valneva parallel die Phase-3-Studie zum Borreliose-Impfstoff vorantreiben muss.

Markt reagiert verhalten

Nach einem volatilen Wochenverlauf im Umfeld der J.P. Morgan Healthcare Conference zeigt sich die Aktie am Freitag in einer Stabilisierungsphase. Die anfängliche Euphorie über mögliche Pipeline-Updates ist einer nüchternen Bewertung gewichen. Anleger bewerten aktuell die Frage, wie schnell und kosteneffizient der Alleingang in Asien gelingen kann.

Die technischen Indikatoren haben sich nach der jüngsten Korrektur entspannt. Die Zone um 4,20 bis 4,30 Euro fungiert als wichtiger Unterstützungsbereich.

Was jetzt entscheidend wird

In den kommenden Wochen dürften konkrete Details zur Umsetzung der Asien-Expansion im Fokus stehen. Sollte Valneva zügig einen neuen Partner für spezifische Teilmärkte präsentieren, könnte dies die Stimmung schnell drehen. Parallel bleibt das Borreliose-Programm VLA15 der zentrale Kurstreiber. Analysten wie Stifel sehen bei erfolgreicher Exekution erhebliches Aufwärtspotenzial – setzen jedoch die erfolgreiche Umsetzung der neuen Strategie voraus. Bis der Markt die finanziellen Auswirkungen des Strategiewechsels besser quantifizieren kann, dürfte die Volatilität erhöht bleiben.

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