UnitedHealth steht Anfang Februar weiter unter Druck. Nachdem der US-Krankenversicherer Ende Januar mit schwachen Zahlen und einer restriktiven Erstattungs-Ankündigung der Regierung einen historischen Kursrutsch erlebte, passen Analysten nun ihre Prognosen nach unten an. Die Frage ist: Wie tief reicht die Delle – und wo endet die Korrektur?

Mizuho senkt Kursziel deutlich

Am 5. Februar senkte Mizuho Securities sein Kursziel für UnitedHealth von 430 auf 350 US-Dollar, bestätigte aber die Einstufung „Outperform". Damit reiht sich die Bank in eine Serie von Anpassungen ein: Auch Truist Securities und JPMorgan haben ihre Ziele in der ersten Februarwoche nach unten korrigiert. Der Grund: Die Analysten rechnen nun mit einem deutlich verlangsamten Wachstum im laufenden Jahr.

Die Neubewertung spiegelt die Realität wider, dass der Managed-Care-Sektor 2026 unter erheblichem Gegenwind steht. Treiber sind die enttäuschenden Quartalszahlen und die überraschend restriktive Haltung der Regierung bei den Medicare-Erstattungen.

Die Doppelschock vom Januar

Zwei Ereignisse lösten den Kurssturz aus:

  • Quartalszahlen (27. Januar): UnitedHealth meldete Umsätze von 113,22 Milliarden Dollar im vierten Quartal – knapp unter den erwarteten 113,38 Milliarden. Der bereinigte Gewinn je Aktie von 2,11 Dollar lag zwar minimal über den Schätzungen, doch die Umsatzschwäche schürte Zweifel am Wachstumstempo.

  • Regierungs-Ankündigung (26. Januar): Einen Tag vor den Zahlen veröffentlichte die Behörde CMS ihre vorläufigen Erstattungssätze für Medicare Advantage 2027. Das Ergebnis: ein faktisches Wachstum von nur 0,09 Prozent – weit unter den erhofften 2 bis 4 Prozent.

Die Kombination beider Nachrichten führte am 27. Januar zu einem Kursverlust von rund 20 Prozent an einem einzigen Handelstag.

Entscheidende Wochen stehen bevor

Die vorläufigen Sätze der CMS sind noch nicht endgültig. Bis zum 25. Februar läuft die öffentliche Kommentierungsfrist, in der Versicherer massiv für eine Anhebung der Rate lobbyieren dürften. Die finale Entscheidung wird für den 6. April 2026 erwartet – ein potenzieller Wendepunkt für die Aktie.

Historisch wurden Advance Notices in der Vergangenheit teilweise nach oben korrigiert. Für UnitedHealth steht dabei viel auf dem Spiel: Das Management hat für 2026 Umsätze von über 439 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt, setzt aber auf Konsolidierung statt Expansion. Verlustbringende Verträge sollen beendet werden, um die Margen zu stabilisieren.

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