UnitedHealth Group steht vor einer Zäsur: Erstmals seit über 30 Jahren könnte der US-Krankenversicherer sinkende Umsätze verzeichnen. Die Prognose für 2026 schockierte Anleger ebenso wie ein überraschend niedriger Erhöhungsvorschlag für staatliche Erstattungssätze. Die Aktie gerät massiv unter Druck.

Erstmals rückläufige Erlöse seit Jahrzehnten

Der Ausblick auf das laufende Jahr markiert einen historischen Wendepunkt. UnitedHealth rechnet für 2026 mit Umsätzen von über 439 Milliarden Dollar – ein Rückgang von etwa 2 Prozent gegenüber 2025. Zum Vergleich: Die letzte Umsatzkontraktion liegt mehr als drei Dekaden zurück.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Unitedhealth?

Bereits das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 offenbarte den zunehmenden Druck auf das Geschäftsmodell. Der Nettogewinn brach um 16 Prozent auf 12,1 Milliarden Dollar ein. Als Belastungsfaktoren nannte das Management die Folgekosten des Cyberangriffs auf die Tochter Change Healthcare in Höhe von rund 1,6 Milliarden Dollar sowie eine verschlechterte Medical Care Ratio von 88,9 Prozent. Letztere Kennzahl zeigt: Die medizinischen Ausgaben steigen schneller als die Einnahmen.

Regulierungsschock trifft Branche hart

Die eigentliche Kursbelastung geht auf einen Vorstoß der US-Gesundheitsbehörde CMS zurück. Die vorgeschlagene Erhöhung der Medicare Advantage-Erstattungssätze für 2027 fällt mit 0,09 Prozent drastisch niedriger aus als die von der Branche erwarteten 4 bis 6 Prozent.

Analysten sprechen von einem „Schock fürs System", da die marginale Anpassung nicht annähernd mit den steigenden medizinischen Kostenkurven Schritt hält. UnitedHealth kündigte an, bis zur finalen Festlegung im April mit der Behörde zu verhandeln. Das Unternehmen warnt: Sollten die Sätze so beschlossen werden, drohen Leistungskürzungen für Millionen älterer Versicherter.

Der Regulierungsvorschlag löste einen Sell-off über die gesamte Managed-Care-Branche aus – Wettbewerber wie Humana und CVS Health verzeichneten ebenfalls deutliche Kursverluste.

Analysten senken Kursziele

Nach Vorlage der Zahlen und angesichts des regulatorischen Gegenwinds passten mehrere Investmentbanken ihre Bewertungen an. RBC Capital senkte das Kursziel auf 361 Dollar bei gleichzeitiger Bestätigung des "Outperform"-Ratings. Morgan Stanley taxiert die Aktie auf 409 Dollar, UBS auf 410 Dollar.

Immerhin: Im vierten Quartal übertraf der bereinigte Gewinn je Aktie mit 2,11 Dollar die zurückhaltenden Erwartungen bei Erlösen von 113,22 Milliarden Dollar. Doch dieser kurzfristige Lichtblick wird von den strukturellen Herausforderungen überlagert.

Mit einem Minus von knapp 47 Prozent seit Jahreshoch und einem Rückgang von 15 Prozent allein in den vergangenen 30 Tagen spiegelt der Kurs die fundamentale Verunsicherung wider. Die endgültige Entscheidung der CMS im April dürfte richtungsweisend für die weitere Kursentwicklung sein.

Unitedhealth-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Unitedhealth-Analyse vom 30. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Unitedhealth-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Unitedhealth-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Unitedhealth: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...