Die US-Regierung hat deutlich niedrigere als erwartete Vorgaben für künftige Medicare-Advantage-Vergütungen vorgelegt. Das belastet die großen Krankenversicherer im nachbörslichen Handel – darunter auch UnitedHealth. Zugleich rückt der Jahresabschluss 2025 mit dem Ausblick auf 2026 noch stärker in den Fokus.

Medicare-Advantage-Sätze deutlich unter Erwartung

Die US-Behörde Centers for Medicare and Medicaid Services (CMS) hat am Montag einen Entwurf für die Vergütung von Medicare-Advantage-Plänen im Jahr 2027 veröffentlicht. Demnach sollen die Zahlungen im Schnitt nur um 0,09 % steigen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Unitedhealth?

Damit liegt der Vorschlag klar unter den Erwartungen vieler Analysten, die mit einem Plus von 4 % bis 6 % gerechnet hatten. Zudem wäre der Anstieg deutlich geringer als die Erhöhung um 5,06 % im Vorjahr.

Die Meldung setzte die Aktien großer Krankenversicherer im nachbörslichen Handel unter Druck. Papiere von UnitedHealth, Humana und CVS Health gaben nach, da Medicare Advantage für diese Gruppen ein zentrales Geschäftsfeld ist.

Bericht 2025 und Ausblick 2026 im Fokus

Vor diesem Hintergrund steigt die Bedeutung der anstehenden Zahlen von UnitedHealth. Heute vor Börsenbeginn will das Unternehmen den vollständigen Jahresbericht 2025 vorlegen und zugleich Prognosen für 2026 bekanntgeben. Im Anschluss ist eine Telefonkonferenz mit Investoren und Analysten geplant.

Anleger dürften besonders darauf achten, wie das Management die vorgeschlagenen CMS-Sätze einordnet und welche Folgen es für die künftige Profitabilität sieht. In der 2026-Guidance stehen vor allem drei Kennzahlen im Mittelpunkt:

  • Prognose für den Gewinn je Aktie (EPS)
  • Erwartungen an die operative Marge
  • Einschätzung zur Medical Care Ratio (MCR), also dem Anteil der Prämien, der für medizinische Leistungen ausgegeben wird

Bereits am 12. Januar hatte UnitedHealth die Prognose für das bereinigte Ergebnis je Aktie 2025 bestätigt. Zugleich verwies das Unternehmen darauf, dass die endgültigen Zahlen noch von den laufenden Abschlussarbeiten abhängen.

Branchenumfeld bleibt herausfordernd

Der US-Gesundheitssektor bewegt sich weiter in einem Umfeld mit Kostendruck und sich wandelnden regulatorischen Rahmenbedingungen. Marktteilnehmer rechnen branchenweit mit Belastungen durch steigende Ausgaben und veränderte Vorgaben.

Viele Konzerne reagieren mit stärkerem Fokus auf Effizienz und strikter Umsetzung ihrer Strategien. Parallel prägen strukturelle Trends wie der Ausbau wertorientierter Vergütungsmodelle (Value-based Care) und der Einsatz neuer Technologien die Entwicklung der Branche.

Für UnitedHealth dürfte die heutige Zahlenvorlage zusammen mit der ersten Einordnung der CMS-Entwürfe einen wichtigen Hinweis darauf geben, wie robust die Ergebnisziele 2026 und darüber hinaus gegenüber regulatorischen Anpassungen sind.

Unitedhealth-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Unitedhealth-Analyse vom 27. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Unitedhealth-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Unitedhealth-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Unitedhealth: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...