Für Aktionäre des Reisekonzerns TUI steht der wichtigste Termin des noch jungen Börsenjahres unmittelbar bevor. Am morgigen Dienstag fallen mit der Vorlage der Quartalszahlen und der Hauptversammlung in Hannover gleich zwei entscheidende Ereignisse zusammen. Während der Kurs bereits im Vorfeld auf ein neues Jahreshoch kletterte, müssen die operativen Fakten diese Vorschusslorbeeren nun rechtfertigen.

Das Wichtigste in Kürze:
* Termin: Dienstag, 10. Februar 2026 (Q1-Bericht und Hauptversammlung).
* Dividende: Rückkehr zur Ausschüttung mit geplanten 0,10 Euro je Aktie.
* Chart: Aktie markiert neues 52-Wochen-Hoch bei 9,50 Euro.

Zahlenwerk und Prognose im Fokus

Bevor die Aktionäre zur Tat schreiten, öffnet das Management die Bücher für das erste Geschäftsquartal (Oktober bis Dezember 2025). In der Touristikbranche ist dieser Zeitraum traditionell saisonal schwächer. Analysten rechnen im Konsens mit einem Verlust je Aktie von rund -0,11 Euro. Entscheidend ist hier der relative Vergleich: Dieser Wert würde eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahreszeitraum darstellen und den Trend der operativen Erholung bestätigen.

Noch wichtiger als der Rückblick dürfte für Investoren der Ausblick sein. Im Dezember stellte der Vorstand ein Umsatzwachstum von 2 bis 4 Prozent sowie einen Anstieg des bereinigten EBIT um 7 bis 10 Prozent für das Gesamtjahr 2026 in Aussicht. Die morgige Bestätigung dieser Ziele gilt als Pflichtübung, um das aktuelle Kursniveau zu stützen. Die Aktie notiert aktuell bei 9,50 Euro und hat damit den höchsten Stand der letzten 12 Monate erreicht.

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Symbolträchtige Rückkehr zur Dividende

Neben den operativen Kennzahlen steht die Abstimmung über die Dividende im Mittelpunkt der Hauptversammlung. Nach der erfolgreichen Bilanzsanierung plant der Konzern die symbolisch wichtige Rückkehr zur Gewinnausschüttung. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen 0,10 Euro je Aktie vor.

Für Anleger ist der Zeitplan eng getaktet: Stimmen die Aktionäre zu, wird die Aktie bereits am Mittwoch, den 11. Februar 2026, "ex Dividende" gehandelt. Die Auszahlung ist für den darauffolgenden Freitag vorgesehen. Dieser Schritt signalisiert den Märkten, dass die Phase der reinen Krisenbewältigung offiziell abgeschlossen ist.

Flottenmodernisierung als Kostensenker

Unabhängig von der kurzfristigen Quartalsbetrachtung treibt TUI die Effizienzsteigerung voran. Eine neue Leasing-Vereinbarung über 14 Boeing 737 MAX 8 soll die Flotte in den Jahren 2025 und 2026 verjüngen. Der Einsatz dieser effizienteren Maschinen zielt direkt auf die Senkung der Betriebskosten und die Verbesserung der Umweltbilanz ab – Faktoren, die mittelfristig die Margen stützen sollen.

Die positive Kursreaktion im Vorfeld – ein Plus von über 11 Prozent auf Jahressicht – zeigt, dass der Markt viel Optimismus eingepreist hat. Ob die Aktie ihren Ausbruch über die Marke von 9,50 Euro nachhaltig fortsetzen kann, hängt nun davon ab, ob der Vorstand morgen früh positive Überraschungen im Ausblick liefert oder lediglich die Erwartungen erfüllt.

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