Unicredit Aktie: Starker Jahresstart
Unicredit startet 2026 mit klarer Aufwärtsdynamik — gestützt von einem großen Personalabkommen, einem laufenden Aktienrückkauf und der Entscheidung, die Debatte um Commerzbank erst 2026 weiterzuführen. Diese Mischung aus operativer Entschlossenheit und strategischer Vorsicht hat die Aktie zuletzt beflügelt. Kann die Bank die Rallye mit harten Zahlen untermauern?
Commerzbank-Deal verschoben
Die Entscheidung, den möglichen Erwerb von Commerzbank nicht zu überstürzen, wurde offiziell in das laufende Jahr 2026 verlegt. CEO Andrea Orcel betonte, dass Unicredit zunächst den Dialog mit der neuen deutschen Regierung abwarten will. Politische Widerstände in Berlin und regulatorische Hürden bleiben damit entscheidende Einflussfaktoren. Die EZB hatte zuvor eine Beteiligung bis 29,9 % grundsätzlich zugelassen — das heißt: Interesse besteht, doch ein finaler Schritt ist erst geplant, wenn die politische Lage und regulatorische Rahmenbedingungen klarer sind.
Arbeitsabkommen stärkt Effizienz
Ein massgeblicher Treiber der positiven Stimmung ist das kürzlich abgeschlossene Abkommen mit der Gewerkschaft FABI. Es sieht einen freiwilligen Ausstieg von 484 Führungskräften vor, flankiert von der Einstellung von 436 Nachwuchskräften unter 30 Jahren — eine Nettoersatzrate von 102 %. Ziel ist eine Modernisierung des Vertriebsnetzes und kurzfristig Kostenkontrolle, langfristig die Sicherung einer hohen RoTE bis 2026. Marktteilnehmer werten das Abkommen als Zeichen, dass das Management personelle Belastungen konstruktiv und ohne größere Störungen angeht.
- Wichtige Fakten: Schlusskurs zuletzt 71,07 €; Performance 12 Monate: +86,24 %.
Technische Lage und Ausblick
Technisch hat die Aktie wichtige Widerstände überwunden; die Marke um 70,00 € fungiert nun als erste Unterstützungszone. Der laufende Rückkauf wird als zusätzlicher Stützfaktor genannt und dürfte die Kapitalverteilung weiter stützen. Der nächste harte Test folgt am 4. Februar 2026: Die Vorlage der Q4-/Jahreszahlen wird zeigen, ob die Profitabilität und die Dividendenperspektive die aktuelle Bewertung rechtfertigen.
Konkret wird es auf drei Punkte ankommen: die ausgewiesene Rentabilität im Gesamtjahr, die Nachhaltigkeit der Dividendenpolitik und der Fortschritt beim Rückkaufprogramm. Zudem bleibt offen, wie schnell und unter welchen Bedingungen die Gespräche mit Commerzbank und den deutschen Behörden wieder aufgenommen werden. Die Bilanz- und Ergebniskennzahlen im Februar werden zeigen, ob der starke Jahresstart belastbar ist oder nur eine Zwischenetappe.
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