Die größte Schweizer Bank kämpft derzeit an zwei Fronten: Während CEO Sergio Ermotti seinen Abschied vorbereitet und der Verwaltungsrat nach einem geeigneten Nachfolger sucht, eskaliert der Konflikt mit Bern. Die Regierung fordert bis zu 24 Milliarden Dollar zusätzliches Kapital – ein Vorschlag, den die UBS kategorisch ablehnt.

Die vier Kandidaten für Ermottis Nachfolge

Sergio Ermotti wird voraussichtlich bis Mitte 2027 an der Spitze bleiben. Der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos bestätigte er: Der Verwaltungsrat prüft sowohl interne als auch externe Kandidaten.

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Als aussichtsreichste interne Favoriten gelten:

  • Aleksandar Ivanovic – Leiter Asset Management
  • Iqbal Khan – Co-Chef Wealth Management und Asien-Pazifik-Präsident
  • Robert Karofsky – Amerikas-Präsident und Co-Chef Wealth Management
  • Beatriz Martin – Chief Operating Officer seit Januar 2026

Ermotti bevorzugt eine interne Lösung: „Um die richtige Kultur aufrechtzuerhalten, ist ein gewisses Maß an Kontinuität absolut entscheidend." Verwaltungsratspräsident Colm Kelleher orientiert sich dabei am Morgan-Stanley-Modell eines geordneten Übergangs.

24 Milliarden Dollar Streitpunkt

Parallel verschärft sich der Konflikt um neue Bankenregulierungen. Das Reformpaket der Schweizer Regierung würde die UBS zwingen, bis zu 24 Milliarden Dollar zusätzliches Kapital für ihre ausländischen Tochtergesellschaften vorzuhalten.

Die Bank argumentiert, dies würde das erfolgreiche Geschäftsmodell gefährden. Die Maßnahmen für ausländische Einheiten seien unverhältnismäßig und nicht im Einklang mit internationalen Wettbewerbern. „Der Vorschlag würde zu enormen Mehrkosten führen", teilte die UBS mit.

Doch es gibt Bewegung: Die größte Schweizer Partei SVP unterstützt mittlerweile einen Kompromissvorschlag, der die Belastung deutlich reduzieren würde. Ermotti zeigte sich vorsichtig optimistisch: „Die Diskussion über die Bankenreformen wird langsam wieder sachlicher."

Die Schweizer Bankenvereinigung und Economiesuisse haben sich ebenfalls gegen die Vorschläge positioniert. Ihr Argument: Die Credit-Suisse-Krise sei nicht durch zu lockere Kapitalanforderungen verursacht worden, sondern durch zu viel regulatorischen Spielraum.

Credit-Suisse-Integration läuft

Die UBS arbeitet weiter an der Eingliederung der 2023 übernommenen Credit Suisse. Rund 3.000 Stellen in der Schweiz werden abgebaut – eine Zahl, die bereits 2023 kommuniziert wurde. Die Mehrheit werde durch natürliche Fluktuation und Frühpensionierungen reduziert.

Am 4. Februar folgen die Quartalszahlen. Bank of America Securities hatte die Aktie Mitte Dezember hochgestuft und das Kursziel von 44 auf 60,30 Dollar angehoben. Ob die politische Einigung bei den Kapitalanforderungen bis dahin Fortschritte zeigt, dürfte den weiteren Kursverlauf maßgeblich beeinflussen.

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