Ende März 2026 steht UBS vor der intensivsten Phase der Credit-Suisse-Integration. Der soeben veröffentlichte Geschäftsbericht 2025 zeigt: Der Stellenabbau läuft deutlich aggressiver als bislang öffentlich kommuniziert – und das bei gleichzeitig starken Finanzzahlen.

Massiver Personalabbau trifft vor allem IT und Backoffice

7.538 Abgangsentschädigungen zahlte UBS im Jahr 2025 aus – gegenüber knapp 5.700 im Vorjahr ein erheblicher Anstieg. Ende März sollen nun sogenannte RIF-Briefe („Reduction in Force") verschickt werden, mit denen vor allem ehemalige Credit-Suisse-Mitarbeitende aus IT-, Backoffice- und Operationsbereichen ihren Abschied erhalten. Der Grund ist strukturell: Mit der Abschaltung der CS-IT-Plattformen fallen ganze Teams weg. Insgesamt soll die Belegschaft von rund 115.000 auf etwa 80.000 Mitarbeitende schrumpfen.

Die Beschleunigung des Abbaus ist die direkte Antwort des Managements auf eine Kosten-Ertrags-Quote, die mit 74,4 Prozent auf zugrunde liegender Basis noch deutlich vom angestrebten Zielwert von 67 Prozent entfernt ist. Die geplanten Maßnahmen sollen 2026 zu weiteren Kosteneinsparungen von 2,8 Milliarden US-Dollar beitragen.

Starke Zahlen, ambitionierte Ziele

Operativ präsentiert sich UBS in guter Verfassung. Der Nettogewinn stieg 2025 auf 7,8 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die verwalteten Gruppenanlagen überstiegen erstmals sieben Billionen US-Dollar. Dazu kommen ein abgeschlossenes Aktienrückkaufprogramm über drei Milliarden US-Dollar und eine um 22 Prozent erhöhte Dividende von 1,10 US-Dollar je Aktie. Die kumulierten Bruttokosteneinsparungen aus der Integration erreichten 10,7 Milliarden US-Dollar, das Synergieziel wurde auf 13,5 Milliarden US-Dollar angehoben.

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Für 2026 peilt UBS eine RoCET1-Quote von rund 15 Prozent an, bis 2028 sollen es 18 Prozent sein. Ob diese Ziele erreichbar sind, hängt maßgeblich davon ab, wie reibungslos die finale IT-Migration verläuft – und wie stabil das Kundengeschäft durch die Umbauphase geführt werden kann.

Verwaltungsrat erneuert sich

Parallel zum operativen Umbau verändert sich auch die Führungsebene. Zur Generalversammlung am 15. April 2026 werden der frühere BIZ-Generaldirektor Agustín Carstens und Apple-Veteran Luca Maestri, langjähriger CFO des Technologieriesen, für den Verwaltungsrat nominiert. Vizepräsident Lukas Gähwiler, zuletzt Schlüsselfigur bei der Überwachung der CS-Integration, tritt nach 45 Jahren Karriere zurück.

Die UBS-Aktie notiert aktuell bei 33,46 Euro und damit rund 12 Prozent unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts – ein Kurs, der die anhaltende Umbauphase widerspiegelt. Mit den nächsten Quartalsergebnissen am 29. April 2026 und der Generalversammlung Mitte April stehen in den kommenden Wochen die nächsten Prüfsteine für das Integrationsprojekt an.

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