UBS Aktie: Verhängnisvolle Situation?
Der Geschäftsbericht 2025 legt offen, was die Credit-Suisse-Integration wirklich kostet: 7.538 Abfindungszahlungen allein im vergangenen Jahr – ein Anstieg von rund einem Drittel gegenüber 2024. Ende März steht nun ein operativer Wendepunkt an, der die nächste Phase einläutet.
Personalabbau und IT-Migration als Doppelbelastung
Die Zahl der Abfindungszahlungen verdeutlicht, dass der Stellenabbau intensiver verläuft als bisher kommuniziert. Intern kursieren bereits Listen mit Betroffenen der nächsten Entlassungsrunde, die mit der Abschaltung der alten Credit-Suisse-IT-Systeme Ende März zusammenfällt. Allein in der Schweiz rechnet UBS mit rund 3.000 weiteren Stellenstreichungen, sobald die Kundenmigration abgeschlossen ist – aktuell sind rund 85 Prozent der Schweizer Konten migriert.
Auf diese Welle soll später im Jahr 2026 eine weitere folgen, wenn UBS die übernommenen Computersysteme endgültig abschaltet. Der Umbau könnte als größter Personalabbau in der Geschichte des Schweizer Finanzplatzes in die Bücher eingehen.
Das operative Bild bleibt trotzdem stark: Für 2025 meldete UBS einen Nettogewinn von 7,8 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die verwalteten Vermögen überstiegen 7 Billionen US-Dollar, die kumulierten Bruttokosteneinsparungen erreichten 10,7 Milliarden US-Dollar. Der Vorstand schlägt eine Dividende von 1,10 US-Dollar vor, 22 Prozent mehr als im Vorjahr.
Führungswechsel und regulatorische Unsicherheit
Parallel zum Integrationsdruck erneuert sich der Verwaltungsrat. Für die Generalversammlung am 15. April 2026 sind Agustín Carstens, ehemaliger Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, und Luca Maestri, langjähriger CFO von Apple, als neue Mitglieder nominiert. Lukas Gähwiler, der als letzter Verwaltungsratspräsident der Credit Suisse eine Schlüsselrolle bei der Integrationsüberwachung spielte, scheidet nach 45 Jahren aus.
Hinzu kommt regulatorischer Gegenwind: Die Schweizer Regierung hat neue Eigenkapitalanforderungen vorgeschlagen, die UBS bis zu 26 Milliarden US-Dollar zusätzlich kosten könnten. Erste Signale eines Kompromisses sind zwar erkennbar, doch die Unsicherheit belastet die Aktie – sie liegt seit Jahresbeginn rund 16 Prozent im Minus und notiert mit 33,67 Euro deutlich unter ihrem Januarhoch.
Die Quartalsergebnisse Ende April werden zeigen, ob UBS die Integrationsphase planmäßig abschließt und die angestrebte RoCET1-Quote von rund 15 Prozent als Ausstiegsrate für 2026 erreichen kann.
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