Die Fusion von UBS und Credit Suisse nähert sich einem kritischen Punkt. Ende März steht die komplexeste IT-Migration der gesamten Integration an – und von ihrem Erfolg hängt ab, ob UBS sein Kostenziel von 13,5 Milliarden Dollar bis Ende 2026 erreichen kann.

Das Fundament dafür ist solide. Für das Gesamtjahr 2025 meldete die Schweizer Großbank einen Nettogewinn von 7,8 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das verwaltete Vermögen wuchs auf über 7 Billionen Dollar, die kumulierten Bruttokosteneinsparungen übertrafen mit 10,7 Milliarden Dollar die eigene Guidance. Dazu schlug der Verwaltungsrat eine um 22 Prozent erhöhte Dividende vor.

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Der März-Test

Trotz dieser Zahlen steht die Aktie unter Druck – mit einem Minus von rund 17 Prozent seit Jahresbeginn, beeinflusst auch durch den geopolitisch bedingten Rückzug aus risikobehafteten Anlagen, der europäische Bankwerte insgesamt belastet.

Das eigentliche Thema liegt jedoch in der Technik. UBS hat nach eigenen Angaben alle außerhalb der Schweiz gebuchten Kundenkonten sowie 85 Prozent der Schweizer Konten bereits auf UBS-Plattformen migriert. Was noch aussteht, ist die anspruchsvollste Phase: Die verbleibende Schweizer Migration umfasst fünfmal mehr Daten als alle bisherigen Wellen zusammen. CEO Sergio Ermotti hat Verzögerungen hier ausdrücklich als das zentrale Risiko für das Kostenziel 2026 benannt.

Neues Führungspersonal für die Schlussphase

Parallel vollzieht UBS einen Umbau im Verwaltungsrat. Zur Generalversammlung am 15. April 2026 kandidieren Agustín Carstens, ehemaliger Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, und Luca Maestri, langjähriger CFO von Apple. Beide bringen regulatorisches Gewicht beziehungsweise Corporate-Governance-Erfahrung mit – Kompetenzen, die UBS in der letzten Integrationsphase gezielt priorisiert. William C. Dudley und Jeanette Wong treten nicht zur Wiederwahl an, auch Vizepräsident Lukas Gähwiler scheidet nach 45 Jahren aus.

Gelingt die IT-Migration bis Ende März planmäßig, endet die kostenintensivste Phase des Parallelbetriebs. UBS erwartet dann, dass die Nettoeinsparungen im Jahresverlauf progressiv wachsen – mit dem größeren Anteil im zweiten Halbjahr 2026. Ob die Aktie, die aktuell rund 12 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt notiert, darauf reagiert, hängt davon ab, ob dieser Zeitplan hält.

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