1,2 Millionen Kunden, drei Jahre Arbeit, eine abgeschlossene Migration: UBS hat die Integration aller ehemaligen Credit-Suisse-Kunden in die eigene IT-Infrastruktur beendet. Was wie ein technischer Routinevorgang klingt, markiert tatsächlich einen Wendepunkt in der größten Bankenfusion Europas.

Kosteneinsparungen rücken in Reichweite

CFO Todd Tuckner zufolge ermöglicht der Abschluss der Kundenmigration nun die vollständige Stilllegung der Credit-Suisse-Plattform — die letzte und kostspieligste Phase der Integration. Bis Ende 2025 hatte UBS bereits rund 1.600 CS-Geschäftsanwendungen abgeschaltet. Den verbleibenden IT-Abbau will die Bank bis Ende 2026 weitgehend abschließen, verbunden mit substanziellen Einsparungen.

Der finanzielle Rückenwind ist real. Für das Gesamtjahr 2025 meldete UBS einen Nettogewinn von 7,8 Milliarden US-Dollar — ein Anstieg von 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die verwalteten Vermögen überstiegen 7 Billionen US-Dollar, kumulierte Kosteneinsparungen belaufen sich auf 10,7 Milliarden US-Dollar. Der Vorstand schlägt eine Dividende von 1,10 US-Dollar je Aktie vor, 22 Prozent mehr als im Vorjahr.

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Führungswechsel und neue Prioritäten

Parallel zur technischen Integration formt UBS auch sein Führungsgremium um. Zur Hauptversammlung am 15. April kandidieren Agustín Carstens und Luca Maestri neu für den Verwaltungsrat. Beatriz Martin übernahm zum Jahresbeginn die Rolle der Group Chief Operating Officer mit erweiterter Verantwortung für Technologie und KI — ein Signal, dass die Bank die nächste Phase strategisch anders aufstellt als die Integrationsphase zuvor.

An der Börse spiegelt sich der Integrationsfortschritt bislang kaum wider: Die Aktie notiert rund 20 Prozent unter ihrem Jahreshoch vom Januar. Am 29. April legt UBS die Quartalszahlen für Q1 2026 vor — dann wird sich zeigen, ob die angekündigten Kosteneinsparungen aus der IT-Abschaltung bereits in der Bilanz sichtbar werden.

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