Die Agenda ist gesetzt — und sie hat es in sich. Wenige Wochen vor der Jahreshauptversammlung am 15. April in Basel hat UBS die Traktandenliste veröffentlicht. Neben einer kräftig erhöhten Dividende und prominenten Neuzugängen im Verwaltungsrat könnte ausgerechnet eine regulatorische Entscheidung aus Bern die Stimmung kippen.

Neue Köpfe, klare Botschaft

Das Aufsichtsgremium bekommt ein deutlich anderes Gesicht. Als Neuzugänge nominiert sind Agustín Carstens, ehemaliger Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, sowie Luca Maestri, langjähriger CFO von Apple. Gleichzeitig scheidet unter anderen Vizepräsident Lukas Gähwiler nach 45 Jahren in der Finanzbranche aus.

Die Kombination aus Zentralbank-Expertise und Tech-Konzern-Erfahrung ist kein Zufall. UBS signalisiert damit, dass regulatorische Navigierung und digitale Transformation künftig gleichrangige Prioritäten sein sollen.

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Starke Zahlen als Rückenwind

Die Finanzbasis für die Hauptversammlung ist solide. 2025 erzielte UBS einen Nettogewinn von 7,8 Milliarden US-Dollar, die verwalteten Gruppenanlagen überstiegen erstmals sieben Billionen Dollar. Aus der Credit-Suisse-Integration wurden kumulierte Kosteneinsparungen von 10,7 Milliarden Dollar realisiert — auf dem Weg zum Ziel von rund 13,5 Milliarden bis Ende 2026.

Auf dieser Grundlage beantragt der Verwaltungsrat eine Bardividende von 1,10 US-Dollar je Aktie, ein Anstieg von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ergänzt wird das durch ein Aktienrückkaufprogramm von mindestens 3 Milliarden Dollar für 2026 — mit ausdrücklich offenem Deckel nach oben.

Regulierung als entscheidende Unbekannte

Trotz der starken Kapitalagenda schwebt eine strukturelle Unsicherheit über dem Treffen. Der Schweizer Bundesrat soll im April entscheiden, wie viel zusätzliches Kapital UBS als systemrelevante Bank vorhalten muss — eine direkte Folge des Credit-Suisse-Debakels. Die Entscheidung könnte zeitlich mit der Hauptversammlung zusammenfallen und den Spielraum für künftige Kapitalrückgaben erheblich einschränken.

UBS versucht aktiv, die geplanten Anforderungen abzumildern. Gelingt das nicht, geraten die ambitionierten Renditeziele — eine Eigenkapitalrendite von rund 15 Prozent für 2026 und 18 Prozent bis 2028 — unter Druck. Die Aktie notiert bereits rund 17 Prozent unter ihrem Jahreshoch vom Januar und deutlich unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts. Der April dürfte zeigen, wie viel von den positiven Erwartungen die Regulierung noch übrig lässt.

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