Drei Jahre nach der Notrettung der Credit Suisse hat die UBS einen entscheidenden Kraftakt bewältigt. Weltweit sind nun alle 1,2 Millionen ehemaligen CS-Kunden auf die Systeme der Großbank umgezogen. Damit endet eine operativ hochkomplexe Phase, die durch einen jüngsten IT-Ausfall im Handel noch einmal auf die Probe gestellt wurde.

Fokus auf Kostensenkungen

Mit dem erfolgreichen Transfer der in der Schweiz gebuchten Kunden schließt die Bank einen zentralen Teil der Integration ab. Die Zahlungsvolumina auf der UBS-Plattform kletterten dabei um 25 Prozent auf fast 3,1 Millionen Transaktionen pro Tag. Der Fokus richtet sich jetzt auf die Abschaltung der veralteten Credit-Suisse-Infrastruktur.

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Bislang war die Aufrechterhaltung zweier paralleler Bankensysteme ein massiver Kostenfaktor. Finanzchef Todd Tuckner erwartet durch die endgültige Stilllegung der alten Plattformen erhebliche Einsparungen, welche die Effizienz der neu geformten Großbank deutlich steigern sollen. Bereits bis Ende 2025 hatte der Konzern rund 1.600 alte Geschäftsanwendungen vom Netz genommen.

Stresstest im volatilen Marktumfeld

Reibungslos verlief der Weg bis zu diesem Meilenstein allerdings nicht. Erst am Dienstag sorgte ein globaler Technologieausfall dafür, dass Teile des Handelsgeschäfts der UBS für einige Stunden unterbrochen waren. Obwohl der Fehler rasch behoben wurde, traf die Störung auf ein ohnehin nervöses Marktumfeld. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten treiben derzeit die Handelsvolumina an und fordern die Systeme zusätzlich.

Auch an der Börse spiegelt sich eine gewisse Zurückhaltung der Investoren wider. Die Aktie verzeichnete seit Jahresbeginn einen Rückgang von 20,30 Prozent und notiert aktuell bei 32,04 Euro. Die Bank führt den IT-Vorfall zwar nicht explizit auf die Migration zurück, der Vorfall unterstreicht jedoch die Anfälligkeit digitaler Infrastrukturen während solch massiver Umbauphasen.

Die vollständige Integration soll laut Plan bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Bis dahin muss das Management beweisen, dass die nun anlaufende Abschaltung der verbleibenden Legacy-Systeme ohne weitere operative Ausfälle im Tagesgeschäft gelingt. Spätestens mit den kommenden Quartalszahlen wird der Markt erste konkrete Belege einfordern, wie schnell sich das Ende des teuren IT-Parallelbetriebs in handfesten Gewinnmargen niederschlägt.

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