Palantir Aktie: OpenAI macht Druck
Palantir sichert sich einen weiteren wichtigen Auftrag der US-Marine und glänzt mit rasantem Wachstum im kommerziellen Sektor. Gleichzeitig bringt sich mit OpenAI ein mächtiger Konkurrent im lukrativen Rüstungsgeschäft in Stellung. Diese neue Dynamik trifft auf eine extrem anspruchsvolle Bewertung, die an der Wall Street zunehmend für Diskussionen sorgt.
Rückenwind von der US-Marine
Das Softwareunternehmen baut seine Präsenz im militärischen Bereich weiter aus. Keel Holdings, ein wichtiger Zulieferer der US-Marine, integriert Palantirs Plattformen in das sogenannte ShipOS-Programm. Diese mit bis zu 448 Millionen US-Dollar finanzierte Initiative soll die maritime industrielle Basis der USA durch künstliche Intelligenz modernisieren. Die ersten Ergebnisse überzeugen: Beim U-Boot-Bauer Electric Boat schrumpfte der Aufwand für die Zeitplanung von 160 manuellen Stunden auf unter zehn Minuten.
Solche operativen Erfolge rufen Analysten auf den Plan. Die Schweizer Großbank UBS hob das Kursziel für Palantir kürzlich von 180 auf 200 US-Dollar an. Analyst Karl Keirstead sieht das Unternehmen an der entscheidenden Schnittstelle der beiden größten Ausgabentrends: künstliche Intelligenz und Daten.
Ein neuer Rivale betritt die Bühne
Trotz der positiven Nachrichtenlage reagierten Anleger zuletzt verhalten. Ein Grund dafür dürfte eine neue Wettbewerbsbedrohung sein. OpenAI hat eine Vereinbarung unterzeichnet, um seine KI-Modelle über Amazon Web Services US-Verteidigungsbehörden zur Verfügung zu stellen.
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Dieser Schritt folgt auf die Entscheidung des Pentagons, sich von Anthropic zu trennen. Deren Claude-Modelle unterstützten bisher Palantir bei militärischen Geheimdienstanwendungen. Das zentrale KI-Werkzeug des Pentagons, Maven Smart Systems, basiert aktuell noch auf dieser Architektur. Branchenkreise schätzen, dass ein Austausch der Modelle mehrere Monate dauern könnte. Das birgt konkrete Übergangsrisiken für Palantirs laufende Verteidigungsaufträge, deren Wert die Marke von einer Milliarde US-Dollar übersteigt.
Fundamentaldaten vs. Bewertung
Operativ liefert Palantir weiterhin starke Zahlen. Im vierten Quartal 2025 kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um 70 Prozent auf 1,41 Milliarden US-Dollar. Besonders das kommerzielle US-Geschäft wuchs mit einem Plus von 137 Prozent rasant. Für das Jahr 2026 peilt das Management ein weiteres Umsatzwachstum von 60 Prozent auf rund 7,19 Milliarden US-Dollar an.
Allerdings hat dieses Wachstum seinen Preis. Die Aktie wird aktuell mit dem 244-Fachen der Gewinne gehandelt. Angesichts dieser sportlichen Bewertung verwundert es kaum, dass der Titel im breiteren Marktumfeld leicht unter Druck geriet und aktuell bei 132,96 Euro notiert. Zwar steht auf Sicht von 30 Tagen noch ein solides Plus von knapp 19 Prozent zu Buche, das schwache internationale Wachstum von lediglich acht Prozent sowie die wachsende Konkurrenz durch große Cloud-Anbieter wie Microsoft und Google stellen jedoch handfeste strukturelle Risiken für die weitere Geschäftsentwicklung dar.
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