Am 15. April lädt UBS ihre Aktionäre nach Basel — und die Traktandenliste hat es in sich. Dividendenerhöhung, neues Rückkaufprogramm, prominente Verwaltungsratswechsel: Die Generalversammlung wird zum ersten großen Aktionärstest nach dem Abschluss der Credit-Suisse-Integration.

Ausschüttungen auf neuem Niveau

Das finanzielle Herzstück des Treffens ist der Dividendenantrag. Der Verwaltungsrat schlägt eine Bardividende von 1,10 US-Dollar je Aktie vor — ein Anstieg von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hintergrund sind starke Jahreszahlen: UBS erzielte 2025 einen Nettogewinn von 7,8 Milliarden US-Dollar, die verwalteten Gruppenanlagen überstiegen erstmals sieben Billionen Dollar. Zusätzlich realisierte die Bank kumulierte Kosteneinsparungen von 10,7 Milliarden Dollar aus der CS-Integration.

Parallel dazu plant UBS für 2026 ein weiteres Aktienrückkaufprogramm in Höhe von rund drei Milliarden Dollar — in gleicher Größenordnung wie im Vorjahr. Für die Dividende je Aktie peilt das Management einen weiteren Anstieg im mittleren Zehnerprozentbereich an.

Prominente Neuzugänge im Verwaltungsrat

Neben den Kapitalmaßnahmen steht ein spürbarer Umbau des Aufsichtsgremiums an. Drei erfahrene Mitglieder scheiden aus, darunter Vizepräsident Lukas Gähwiler. Neu vorgeschlagen werden unter anderem Agustín Carstens, ehemaliger Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, sowie Luca Maestri, langjähriger Finanzchef von Apple.

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Carstens bringt ein regulatorisches Netzwerk mit, das angesichts der aktuellen Lage kaum zufällig wirkt.

Regulatorischer Schatten über dem April

Denn genau im April will der Schweizer Bundesrat über verschärfte Kapitalanforderungen für UBS entscheiden. Finanzministerin Karin Keller-Sutter drängt darauf, dass die Bank ihre Auslandstöchter künftig mit 100 statt bisher 60 Prozent ihres Werts besichert — was bis zu 26 Milliarden Dollar zusätzliches Eigenkapital erfordern würde. Wie viel Spielraum für weitere Kapitalrückführungen dann noch bleibt, hängt maßgeblich von diesem Entscheid ab.

Die Aktie notiert aktuell rund 21 Prozent unter ihrem Jahreshoch vom Januar — ein Rückstand, der die regulatorische Unsicherheit der vergangenen Wochen widerspiegelt. Die Generalversammlung am 15. April fällt damit in ein Zeitfenster, in dem sich gleich mehrere strategische Weichen stellen.

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