Chevron Aktie: Umbau zahlt sich aus
Chevron verkauft, spart und wächst — und das alles gleichzeitig. Der Ölmajor befindet sich mitten in einer tiefgreifenden Portfoliobereinigung, die das Unternehmen schlanker und profitabler machen soll. Die Aktie notiert nahe ihres Allzeithochs, und auch die Wall Street zieht mit.
Angola-Verkauf: Kapital folgt der Strategie
Jüngstes Beispiel des Umbaus ist der Verkauf zweier Offshore-Blöcke in Angola an den britisch-israelischen Konzern Energean für 260 Millionen Dollar. Chevron gibt damit seine 31-prozentige Beteiligung an Block 14 sowie einen 15,5-prozentigen Anteil an Block 14K ab — Felder, die zusammen rund 42.000 Barrel pro Tag fördern.
Der Deal passt in ein größeres Bild: Chevron hat sich vorgenommen, bis 2028 Vermögenswerte im Wert von 10 bis 15 Milliarden Dollar zu veräußern — allesamt kostenintensive und emissionsreiche Assets. Bereits abgeschlossen oder vereinbart sind Verkäufe in Kanada (6,5 Milliarden Dollar), Kongo und Alaska. In Angola selbst bleibt Chevron über andere Blöcke und das Angola-LNG-Projekt präsent.
Kostensenkung und Produktionswachstum
Parallel zum Portfolioabbau läuft ein umfangreiches Sparprogramm. Bis Ende 2026 sollen strukturelle Kostensenkungen von 3 bis 4 Milliarden Dollar jährlich erreicht werden — mehr als 60 Prozent davon durch dauerhafte Effizienzgewinne. 2025 wurden bereits 1,5 Milliarden Dollar eingespart.
Auf der Produktionsseite sind die Zahlen beeindruckend: Für 2026 peilt Chevron eine Tagesförderung von 3,98 bis 4,10 Millionen Barrel Öläquivalent an, ein Plus von 7 bis 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wichtigster Wachstumstreiber ist das Tengiz-Projekt in Kasachstan, das allein rund 30.000 Barrel täglich zusätzlich beisteuern soll und bei 70 Dollar je Barrel Brent einen freien Cashflow von 6 Milliarden Dollar auf Chevron-Anteil generieren dürfte.
Der bereinigte freie Cashflow lag 2025 bei 20,2 Milliarden Dollar — ein Anstieg von über 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr, obwohl der Ölpreis im gleichen Zeitraum um 15 Prozent gefallen war.
Analysten erhöhen die Ziele
Mizuho hat das Kursziel für Chevron zuletzt von 206 auf 217 Dollar angehoben. Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 28 Prozent zugelegt und notiert aktuell bei etwa 170 Euro — nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
An die Aktionäre flossen 2025 rekordhohe 27 Milliarden Dollar zurück, über Dividenden, Aktienrückkäufe und Hess-Anteilskäufe. Die Quartalsdividende steigt um 4 Prozent auf 1,78 Dollar. Die Investitionsausgaben sind bis 2030 auf 18 bis 21 Milliarden Dollar pro Jahr gedeckelt — ein Niveau, das laut Chevron selbst bei einem Brent-Preis unter 50 Dollar ausreicht, um Dividenden und Kapitalkosten zu decken.
Am 1. Mai legt Chevron seinen nächsten Quartalsbericht vor. Dann zeigt sich, ob die Produktionsziele trotz schwankender Ölpreise Bestand haben.
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