Zwei Fronten gleichzeitig — das ist die Lage, in der sich UBS derzeit befindet. Während die Bank auf der einen Seite ihre Generalversammlung vorbereitet, nimmt auf der anderen Seite das Schweizer Regulierungsverfahren eine Wendung, die für die Bank günstiger ausfallen könnte als erwartet.

Ständerat als strategischer Vorteil

Ein parlamentarisches Verfahrensdokument zeigt, dass der Gesetzentwurf zu den Kapitalanforderungen zunächst dem Ständerat — dem Schweizer Oberhaus — zugewiesen wird. Mehrere Parlamentarier werten das als potenziellen Vorteil für UBS: Gesetze, die im Oberhaus beginnen, werden erfahrungsgemäß eher abgeschwächt als in der Volkskammer.

Konkret geht es um zusätzliche Kapitalanforderungen von bis zu 26 Milliarden Dollar. Die Regierung will UBS zudem verpflichten, Software und latente Steueransprüche vollständig vom regulatorischen Kapital abzuziehen — eine Maßnahme, die 2027 per Verordnung in Kraft treten soll. Beim Gesetz selbst, das regelt, wie viel Kapital UBS für seine ausländischen Töchter vorhalten muss, ist der Weg länger: Der zuständige Wirtschafts- und Steuerausschuss des Ständerats befasst sich mit dem Thema voraussichtlich am 4. Mai, nachdem die Regierung ihren Entwurf noch vor Ende April veröffentlicht hat.

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UBS hat die Vorschläge als „extrem" bezeichnet und argumentiert, die Bank werde für die staatlich verordnete Rettung der Credit Suisse nun regulatorisch bestraft. Einen früheren Kompromissvorschlag nannte die Bank „konstruktiver" als den aktuellen Regierungsansatz.

Generalversammlung mit Personalwechsel

Parallel läuft die Vorbereitung auf die Hauptversammlung am 15. April in Basel. Auf der Agenda stehen die Jahresabschlüsse 2025 — UBS erzielte einen Nettogewinn von 7,8 Milliarden Dollar und erhöhte die Dividende um 22 Prozent — sowie die Annullierung von im Rückkaufprogramm 2024 erworbenen Aktien.

Bemerkenswert ist der Boardwechsel: Agustín Carstens, früherer Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, und Luca Maestri, langjähriger CFO von Apple, sollen in den Verwaltungsrat einziehen. Gleichzeitig scheiden William C. Dudley, Jeanette Wong und Vizepräsident Lukas Gähwiler aus — letzterer nach 45 Jahren Bankkarriere, in der er die Credit-Suisse-Integration begleitete.

Der April bündelt damit mehrere Weichenstellungen: Regierungsentscheid zu den Kapitalvorgaben, Hauptversammlung und die erste parlamentarische Beratung im Mai. Die Aktie notiert aktuell rund 21 Prozent unter ihrem Jahreshoch von 41,10 Euro — ein Abstand, der die anhaltende Unsicherheit rund um die Regulierungsfrage widerspiegelt.

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