Thyssenkrupp Aktie: Wichtiger Deal steht
Thyssenkrupp schafft wenige Tage vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen Fakten beim Konzernumbau. Mit der Einigung über den Verkauf der Anteile an den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM) beseitigt das Management eine zentrale Unsicherheit in der Stahlsparte. Investoren honorieren den beschleunigten Umbaukurs: Seit Jahresanfang legte das Papier bereits um 21,60 Prozent zu.
Das Wichtigste im Überblick:
* Verkauf: 50-Prozent-Anteil an HKM geht zum 1. Juni 2026 an Salzgitter.
* Zeitplan: Lieferverpflichtungen enden bereits 2028, vier Jahre früher als geplant.
* Termin: Am 12. Februar folgen die Zahlen zum ersten Quartal.
Lösung für das HKM-Problem
Die Hängepartie um die Duisburger Hüttenwerke ist beendet. Thyssenkrupp Steel und die Salzgitter AG haben sich unter Vermittlung des ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch geeinigt. Der Essener Industriekonzern tritt seine Anteile im Sommer 2026 ab. Strategisch relevant ist vor allem das vorzeitige Ende der Lieferverpflichtungen zum 31. Dezember 2028. Damit entlastet sich Thyssenkrupp schneller als erwartet von der komplexen Verflechtung im Duisburger Süden.
Für den Standort selbst bedeutet die Einigung einen harten Schnitt. Die Belegschaft soll von 3.000 auf rund 1.000 Mitarbeiter schrumpfen, während die Produktion auf einen modernen Elektrolichtbogenofen umgestellt wird.
Radikaler Umbau der Stahlsparte
Der HKM-Deal ist kein isoliertes Ereignis, sondern ein Baustein der umfassenden Neuaufstellung von Thyssenkrupp Steel Europe. Bereits im Dezember verständigte sich der Konzern mit der IG Metall auf einen Sanierungstarifvertrag, der eine Reduzierung der Produktionskapazität auf unter 9 Millionen Tonnen vorsieht. Rund 11.000 Stellen stehen dabei zur Disposition.
Parallel dazu laufen die Gespräche mit Jindal Steel International weiter. Eine mögliche Übernahme der Stahlsparte durch den indischen Konzern bleibt eine Option, die im Markt für Fantasie sorgt. Die Aktie notiert aktuell bei 11,82 Euro und bestätigt damit den robusten Aufwärtstrend der letzten zwölf Monate (+157 Prozent).
Belastung durch Restrukturierungskosten
Trotz der strategischen Fortschritte dürften die am Mittwoch, den 12. Februar, anstehenden Quartalszahlen rot ausfallen. Für das laufende Geschäftsjahr 2025/2026 kalkuliert das Management mit einem Jahresfehlbetrag zwischen 400 und 800 Millionen Euro. Ursächlich hierfür sind primär die hohen Rückstellungen für die laufenden Restrukturierungsmaßnahmen.
Beim Umsatz erwartet der Konzern eine Stagnation, während das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) zwischen 500 und 900 Millionen Euro landen soll. Analysten, wie zuletzt Jefferies mit einem Kursziel von 12,50 Euro, bleiben jedoch vorsichtig optimistisch und stufen das Papier mehrheitlich mit "Hold" ein.
Fazit
Die Einigung mit Salzgitter ist ein operativer Erfolg, der Handlungsfähigkeit beweist. Am 12. Februar wird sich zeigen, ob das operative Geschäft stabil genug ist, um die hohen Kosten des Umbaus zu tragen, ohne die Bilanz übermäßig zu strapazieren.
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