UBS Aktie: Gefahr gebannt!
Die Schweizer Wähler haben am Sonntag eine Entscheidung getroffen, die für die UBS eine Schicksalsfrage war. Mit fast 80 Prozent Nein-Stimmen jagten sie die JUSO-Initiative zur Einführung einer 50-prozentigen Erbschaftssteuer auf Vermögen über 50 Millionen Franken vom Tisch. Für den weltgrössten Vermögensverwalter bedeutet das: Das Risiko eines massiven Kapitalabflusses ist Geschichte. Doch was steckt hinter diesem dramatischen Abstimmungskampf – und warum atmete CEO Sergio Ermotti so hörbar auf?
Showdown am Sonntag: 79 Prozent gegen die "Reichensteuer"
Das Abstimmungsresultat fiel noch deutlicher aus als erwartet. Die Initiative der Jungsozialisten, die eine 50-prozentige Steuer auf Nachlässe und Schenkungen oberhalb von 50 Millionen Franken forderte, wurde regelrecht zerpflückt. Für die UBS war das keine blosse politische Randnotiz, sondern eine fundamentale Bedrohung.
Die Eckpunkte der Abstimmung:
* Klare Ablehnung mit rund 79 Prozent Nein-Stimmen
* Zielgruppe der Initiative: Ultra High Net Worth Individuals (UHNWI) – die Kernkundschaft der UBS
* Drohszenario: Massiver Exodus vermögender Kunden ins Ausland bei Annahme
* UBS-Chef Ermotti positionierte sich ungewöhnlich deutlich gegen die Initiative
Die Schweiz bestätigt damit ihren Status als sicherer Hafen für globales Vermögen. Gerade in Zeiten, in denen die USA und die EU mit unklarer Fiskalpolitik kämpfen, ist diese Rechtssicherheit Gold wert.
Warum die UBS so nervös war
Hinter den Kulissen hatte die Bank monatelang mit Unsicherheit zu kämpfen. Eine Annahme der Initiative hätte das Geschäftsmodell des Global Wealth Management erschüttert. Analysten rechneten mit präventiven Kapitalabflüssen, da vermögende Kunden ihre steuerlichen Wohnsitze ins Ausland verlagert hätten – noch bevor die Steuer überhaupt in Kraft getreten wäre.
Ermotti warnte eindringlich vor den Folgen und sprach von einer existenziellen Gefahr für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Schweiz. Das heutige Votum gibt ihm recht und stärkt das zentrale Verkaufsargument der UBS: "Swiss Stability" in einer volatilen Welt.
Bemerkenswert: Selbst als negative Schlagzeilen über ein Engagement der UBS-Hedgefonds-Sparte O'Connor bei der insolventen US-Firma First Brands auftauchten, zeigte sich die Aktie am Freitag widerstandsfähig. Mit einem Plus von 0,41 Prozent auf 31,03 CHF signalisierten Investoren bereits, dass sie auf ein positives Abstimmungsergebnis setzten.
Was jetzt kommt
Der Handelsstart am Montag dürfte von Erleichterung geprägt sein. Das "Event Risk" ist vom Tisch, die regulatorischen Rahmenbedingungen bleiben stabil. Für die UBS bedeutet das: Der Fokus kann wieder voll auf die operative Integration der Credit Suisse und das Wachstum der Assets under Management gerichtet werden – ohne die permanente Drohung steuerinduzierter Abflüsse im Nacken.
Gelingt der Aktie nun der Sprung über die Marke von 31,50 CHF, könnte die Jahresendrallye richtig Fahrt aufnehmen. Analysten dürften das eliminierte "Tail Risk" positiv in ihre Bewertungsmodelle einpreisen. Die Schweiz hat gesprochen – und der UBS damit den Rücken gestärkt.
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