UBS-Chef Sergio Ermotti nutzt das Weltwirtschaftsforum in Davos für eine unmissverständliche Warnung an Marktteilnehmer, die gegen die US-Wirtschaft wetten. Während der Aktienkurs zuletzt spürbar nachgab und die Volatilität zunahm, stellt sich die entscheidende Frage: Bietet der aktuelle Rücksetzer eine Einstiegschance oder ignorieren Anleger fundamentale Risiken?

Die wichtigsten Fakten:
* Aktueller Kurs: 36,58 CHF
* Analystenziel: 48,00 CHF (Bank of America)
* Performance: -22,65 % in den letzten 7 Tagen

Ermotti verteidigt US-Strategie

Trotz politischer Unsicherheiten und Zoll-Diskussionen bezeichnete Sergio Ermotti einen Rückzug aus US-Vermögenswerten in Davos als „gefährliche Wette“ (dangerous bet). Für die Schweizer Großbank ist diese Haltung essenziell, da ihre Strategie massiv auf das US-Wealth-Management ausgerichtet ist.

Der CEO betonte, dass eine Diversifizierung komplett weg von den USA faktisch unmöglich sei. Zwar sieht Ermotti angesichts der geopolitischen Lage keinen schnellen Pfad zur Normalisierung, er hält die US-Wirtschaft jedoch weiterhin für die stärkste der Welt. Diese Aussagen sollen Vertrauen schaffen, nachdem die Aktie mit einem Wochenverlust von rund 22 % und einer annualisierten Volatilität von über 110 % zuletzt unter erheblichen Abgabedruck geriet.

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Analysten sehen Kaufchance

Diametral zur jüngsten Kursentwicklung steht die Einschätzung der Bank of America (BofA). Die US-Bank stufte das Papier bereits im Dezember auf „Buy“ hoch und veranschlagt ein Kursziel von 48,00 CHF.

Vom aktuellen Niveau bei 36,58 CHF aus impliziert dies ein Aufwärtspotenzial von über 30 %. Die Analysten begründen ihren Optimismus mit der starken Positionierung im globalen Wealth Management und erwarten, dass die UBS von einer Stabilisierung der Kapitalflüsse profitieren wird. Im Gegensatz zu vorsichtigeren Stimmen wie der Citigroup ("Neutral") bewertet die BofA die Aktie als hochattraktives Angebot im europäischen Sektor.

Institutionelle Zurückhaltung

Das Bild bei den Großinvestoren bleibt indes gemischt. Pflichtmitteilungen zeigen, dass Adressen wie Patient Capital Management LLC zuletzt Positionen reduzierten, auch wenn sie weiterhin investiert bleiben. Diese Gewinnmitnahmen korrespondieren mit dem Rutsch unter den 50-Tage-Durchschnitt von 39,55 CHF.

Der weitere Kursverlauf dürfte maßgeblich davon abhängen, ob die operativen Fortschritte bei der Credit-Suisse-Integration die makroökonomischen Sorgen überlagern können. Der kommende Quartalsbericht wird zeigen müssen, ob die fundamentale Stärke ausreicht, um die derzeitige Risikoaversion der Anleger zu brechen.

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