Axa baut seine Position im britischen Versicherungsmarkt gezielt aus – mit einer neuen MGA-Partnerschaft im KMU-Segment und einer Führungsbesetzung im Energiebereich. Rückenwind liefert ein starkes Geschäftsjahr 2025, das dem Konzern erheblichen finanziellen Spielraum verschafft.

Neues Vertriebsnetz für das Flottengeschäft

Am 9. März 2026 schloss Axa UK Commercial eine Kooperation mit Unicorn, einem Managing General Agent (MGA) unter dem Dach von Amwins Global Risks. Ziel ist es, britische kleine und mittlere Unternehmen über ein Netzwerk unabhängiger Makler zu erreichen – Kundensegmente, die außerhalb der eigenen Direktvertriebskanäle liegen.

Ein konkreter Schwerpunkt liegt auf dem Kfz-Flottengeschäft: Unicorn stellt Kapazitäten für Pkw- und Transporterflotten ab zehn Fahrzeugen bereit und setzt dabei auf spezialisierte Technologie- und Datenmodelle für das Underwriting. Unicorn agiert nach einer internen Umstrukturierung bei Amwins gezielt als Spezialist für britisches Flotten- und Gewerberisikogeschäft.

Führungswechsel im Energiebereich

Parallel dazu besetzt die Spezialversicherungssparte Axa XL eine Schlüsselposition neu: Sebastian Weaver übernimmt ab dem dritten Quartal 2026 die Rolle des Head of Energy für Großbritannien und Lloyd's. Er wechselt von QBE, wo er zuletzt die Zeichnungsaufsicht der Portfolio-Lösungen verantwortete und zuvor Führungsrollen in den Bereichen nachhaltige Energien sowie Offshore-Risiken innehatte.

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Weaver soll künftig die Underwriting-Strategien im Energiesektor steuern – von traditionellen Energiequellen bis hin zu erneuerbaren Energien und Dekarbonisierungstechnologien.

Solide Finanzbasis nach starkem 2025

Die operative Expansion folgt auf ein finanziell starkes Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2025 stiegen die Bruttoprämien und sonstigen Erträge auf 115,52 Milliarden Euro, der Nettogewinn erreichte 9,80 Milliarden Euro. Die Solvency-II-Quote – ein Maß für die finanzielle Stabilität eines Versicherers – verbesserte sich auf 224 Prozent.

Für die Aktionäre kündigte der Konzern eine Dividende von 2,32 Euro je Aktie an. Seit dem 2. März 2026 läuft zudem ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 1,25 Milliarden Euro, das voraussichtlich bis zum 16. Juni 2026 fortgesetzt wird. Der Verkauf der Vermögensverwaltungstochter Axa Investment Managers an BNP Paribas im Juli 2025 hat dabei die Fokussierung auf das Kernversicherungsgeschäft weiter vorangetrieben.

An der Börse spiegelt sich die operative Stärke bislang nur bedingt wider: Die Aktie notiert mit einem Minus von rund 7,5 Prozent seit Jahresbeginn unter ihren gleitenden Durchschnittswerten. Ob die britische Expansion mittelfristig als Kurstreiber wirkt, wird maßgeblich davon abhängen, wie schnell die neuen Partnerschaften und Personalien messbare Beiträge zum Prämienvolumen liefern.

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