Die Schweizer Großbank hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen kräftigen Gewinnsprung verzeichnet und die Übernahme der Credit Suisse erfolgreich vorangetrieben. Dennoch verzichtet Konzernchef Sergio Ermotti trotz des Rekordgewinns auf eine Gehaltserhöhung. Warum übt sich das Management mitten in dieser lukrativen Erfolgsphase in auffälliger Zurückhaltung?

Dividendenplus nach Gewinnsprung

Die Zahlen des gestern veröffentlichten Jahresberichts lesen sich äußerst positiv. Die UBS steigerte ihren Nettogewinn 2025 um 53 Prozent auf 7,8 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig kletterten die verwalteten Vermögen auf über 7 Billionen Dollar. Anleger profitieren direkt von dieser Entwicklung: Der Verwaltungsrat schlägt eine um 22 Prozent höhere Dividende von 1,10 Dollar je Aktie vor. Zudem schloss das Institut ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 3 Milliarden Dollar ab.

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Trotz dieser starken fundamentalen Datenlage agiert die Aktie am Markt derzeit verhalten. Der Titel notiert aktuell bei 33,56 Euro und weist damit seit Jahresbeginn ein Minus von rund 16,5 Prozent auf. Auch der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt von knapp zwölf Prozent signalisiert eine anhaltende Schwächephase, die im deutlichen Kontrast zu den operativen Erfolgen steht.

Politische Sensibilität beim Gehalt

Die Diskrepanz zwischen Rekordgewinn und gedeckelter Chefvergütung liefert die Antwort auf die anfängliche Frage nach der Zurückhaltung. Ermotti erhält für 2025 wie im Vorjahr 14,9 Millionen Franken. Marktbeobachter werten diesen Schritt als klares Zugeständnis an das aktuelle regulatorische Umfeld. Nach dem Untergang der Credit Suisse diskutiert die Schweizer Politik intensiv über schärfere Eigenkapitalvorschriften für die verbleibende Mega-Bank. Exzessive Bonuszahlungen an die Führungsspitze würden in dieser sensiblen Phase unnötige politische Angriffsfläche bieten.

CS-Integration auf der Zielgeraden

Operativ macht das Institut derweil große Fortschritte bei der Eingliederung der ehemaligen Konkurrentin. Rund 85 Prozent der Schweizer Kundenkonten hat die Bank bereits auf die eigenen Systeme migriert. Bis Ende März soll dieser zentrale Schritt vollständig abgeschlossen sein. Gleichzeitig hob das Management die erwarteten Synergieeffekte auf 13,5 Milliarden Dollar an. Um den wachsenden regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden, holt sich die Bank zudem mit Agustín Carstens und Luca Maestri erfahrene Verstärkung für den Verwaltungsrat an Bord.

Das laufende erste Quartal 2026 markiert nun den operativen Wendepunkt der historischen Bankenfusion. Mit dem geplanten Abschluss der Schweizer Kontomigration und der bevorstehenden IT-Abschaltung bei der Credit Suisse beendet die UBS ein wichtiges Kapitel der Integration. Die nächsten konkreten Einblicke in die finanzielle Entwicklung liefert der anstehende Quartalsbericht am 29. April 2026.

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