UBS Aktie: Umbau im Endspurt
UBS geht in ein Schlüsseljahr – und das gleich auf zwei Ebenen. Einerseits nähert sich die operative Verschmelzung der Credit Suisse ihrem heikelsten Teil: dem Abschalten der alten IT-Plattformen. Andererseits baut die Bank ihren Verwaltungsrat mit prominenten Neuzugängen um. Kann UBS damit die Integration sauber zu Ende bringen und gleichzeitig das Vertrauen des Marktes zurückgewinnen?
Verwaltungsrat: Neue Namen, neue Schwerpunkte
Für die Generalversammlung am 15. April 2026 hat UBS zwei neue Verwaltungsräte nominiert: Agustín Carstens und Luca Maestri. Beide Profile passen auffällig gut zur Phase, in der die Bank gerade steckt.
Carstens war von 2017 bis Juni 2025 Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Davor war er unter anderem Mexikos Finanzminister sowie stellvertretender Geschäftsführender Direktor beim IWF. UBS-Chairman Colm Kelleher betonte, der Zugang solle das regulatorische Know-how im Gremium stärken.
Maestri bringt hingegen ausgeprägte CFO- und Unternehmenssteuerungs-Erfahrung mit. Er ist heute Vice President of Corporate Services bei Apple und war zuvor über ein Jahrzehnt lang CFO des Konzerns.
Parallel dazu treten William C. Dudley und Jeanette Wong nicht zur Wiederwahl an. Zudem zieht sich der bisherige Vizepräsident Lukas Gähwiler zurück; als Nachfolger ist Markus Ronner nominiert.
Credit-Suisse-Integration: Jetzt wird es technisch
Operativ läuft die Integration auf die Zielgerade. Ein zentraler Meilenstein steht Ende März an: Dann will UBS beginnen, die Legacy-IT-Plattformen der Credit Suisse schrittweise abzuschalten. Genau dieser Schritt beendet den teuren Parallelbetrieb – ist aber auch der Teil, bei dem technische Fehler besonders teuer werden können.
Laut Sabine Keller-Busse, Leiterin des Schweiz-Geschäfts, startet das Abschalten redundanter Systeme ab Ende März. Der Stand der Migration ist weit: Rund 85% der Schweizer Kundenkonten sind bereits übertragen.
UBS hat zudem das erwartete Synergiepotenzial nach oben angepasst: auf 13,5 Mrd. US-Dollar (zuvor 10,7 Mrd. US-Dollar). Die technische Dimension ist enorm: Die Migration umfasste 1,3 Mio. Credit-Suisse-Kunden, 110 Petabyte Daten, die Schließung von 3.000 Anwendungen und 40.000 Servern. Mit dem Abschalten der Systeme verknüpft die Bank weitere Stellenabbau-Runden sowie Schließungen von IT- und Rechenzentren.
Fundament stark – Kurs bleibt zäh
Die Zahlen für 2025 liefern UBS Rückenwind: 7,8 Mrd. US-Dollar Nettogewinn im Gesamtjahr (+53% YoY) und 1,2 Mrd. US-Dollar im vierten Quartal (+56% YoY). Das verwaltete Vermögen stieg auf über 7 Bio. US-Dollar (+15% YoY). Der Verwaltungsrat schlägt eine Dividende von 1,10 US-Dollar vor (+22% YoY); zudem wurde ein Aktienrückkauf über 3 Mrd. US-Dollar abgeschlossen.
Am Aktienmarkt kommt dieser Fortschritt bislang nur begrenzt an. Der Schlusskurs lag am Freitag bei 33,15 Euro – seit Jahresanfang steht ein Minus von 17,54% zu Buche. Zudem notiert die Aktie klar unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 38,30 Euro, was den Druck der vergangenen Wochen unterstreicht.
Inhaltlich verortet der Quelltext die Schwäche auch im Umfeld: Europäische Bankwerte stehen demnach breiter unter Druck – unter anderem wegen wirtschaftlicher Unsicherheit und strenger regulatorischer Anforderungen.
Zum nächsten Fixpunkt werden die Wochen bis Ende März: Startet das Abschalten der Credit-Suisse-IT wie geplant, rückt der teuerste Parallelbetrieb seinem Ende näher – und UBS kann die angehobenen Synergien von 13,5 Mrd. US-Dollar operativ untermauern. Kurz darauf liefert die Generalversammlung am 15. April 2026 mit der Wahl des neu aufgestellten Verwaltungsrats das formale Signal, welche Kompetenzen UBS in der Endphase der Integration besonders hoch gewichtet.
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