Die Schweizer Großbank hat ihre Zukunft offenbar doch in der Heimat gefunden. Nachdem Berichte über Gespräche zur Verlagerung des Hauptsitzes in die USA die Märkte aufschreckten, stellte UBS klar: Die Schweiz bleibt Hauptsitz. Doch was trieb den Bankengiganten überhaupt zu solchen Überlegungen? Und welche Signale sendet die Bank nun an ihre Aktionäre?

Schweiz oder USA? Die Standortfrage spitzte sich zu

Die Diskussion erreichte Mitte November ihren Höhepunkt. UBS-Chairman Colm Kelleher führte Gespräche mit US-Finanzminister Scott Bessent über eine potenzielle Verlegung des Hauptsitzes nach Amerika. Der Hintergrund: Schweizer Regulierungsbehörden verschärften die Kapitalanforderungen massiv.

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Die Bank prüfte Alternativszenarien – für den Fall, dass die heimische Regulierung zu restriktiv ausfällt. Am 17. November 2025 kam dann die offizielle Bestätigung: UBS bleibt in der Schweiz. Eine Entscheidung, die zeigt, dass die Bank trotz regulatorischem Druck zu ihren Wurzeln steht.

Milliarden-Offensive für Aktionäre

Während die Standortfrage für Schlagzeilen sorgte, handelte UBS konsequent. Das Aktienrückkaufprogramm 2025 läuft wie geplant:

  • 3 Milliarden US-Dollar Gesamtvolumen für 2025
  • 1,1 Milliarden USD bereits im Q3 zurückgekauft
  • Bis zu 0,9 Milliarden USD für Q4 eingeplant
  • Zweistelliges Dividendenwachstum weiterhin im Fokus

Parallel verdoppelte die Bank ihr Anleihen-Rückkaufprogramm. Statt ursprünglich geplanter 4 Milliarden wurden 8,6 Milliarden US-Dollar aufgestockt. Tatsächlich zurückgekauft: 7,67 Milliarden US-Dollar. Die hohe Nachfrage belegt das Vertrauen der Gläubiger in die finanzielle Stabilität.

Credit-Suisse-Integration läuft – mit ersten Rissen

Die Q3-Zahlen zeigen: Die Übernahme der Credit Suisse trägt Früchte. Mit einem Vorsteuergewinn von 2,8 Milliarden US-Dollar und verwalteten Vermögen von 6,9 Billionen US-Dollar demonstriert UBS operative Stärke. Die wichtigsten Kennzahlen:

  • CET1-Kapitalquote: 14,8%
  • Netto-Neugelder Global Wealth Management: 38 Milliarden USD im Q3
  • Asset Management: Erstmals über 2 Billionen USD verwaltet
  • Kosteneinsparungen: 77% der bis Ende 2026 geplanten 13 Milliarden USD bereits realisiert

Doch nicht alles läuft rund. Im US-Wealth-Management häufen sich die Personalabgänge. Die Gruppe um Denis Cleary und Greg Devine – operierend als "71 West Capital Partners" von Boston und Los Angeles aus – verließ die Bank. Diese Abwanderung fügt sich in eine Serie von Verlusten im amerikanischen Geschäft ein.

Dollar-Schwäche im Fokus

Die UBS-Analysten sehen weiteren Druck auf den Greenback. Der US-Dollar-Index verzeichnete den stärksten Wochenverlust seit vier Monaten. Die Jahresperformance liegt bei minus 8% – das schlechteste Ergebnis seit 2017.

Mit einer 80-prozentigen Wahrscheinlichkeit für eine Fed-Zinssenkung im Dezember stuft UBS den Dollar als "unattraktiv" ein. Die Empfehlung: Euro, australischer Dollar und norwegische Krone bieten bessere Chancen.

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