Die UBS hat im vergangenen Jahr historische Gewinne eingefahren und die Integration der Credit Suisse zügig vorangetrieben. Dennoch trennen sich Anleger im neuen Jahr in großem Stil von den Papieren der Schweizer Großbank. Der Grund für die Zurückhaltung liegt nicht im operativen Geschäft, sondern in einem zähen politischen Ringen um Milliarden.

Milliardenschwerer Streit um Eigenkapital

Für 2025 meldete das Institut einen Nettogewinn von 7,8 Milliarden US-Dollar und verwaltete Vermögen von über sieben Billionen Dollar. Die Aktionäre sollen mit einer um 22 Prozent höheren Dividende profitieren. Trotz dieser starken Fundamentaldaten hat die Aktie seit Jahresbeginn 19,53 Prozent an Wert verloren und notiert aktuell bei 32,35 Euro.

Verantwortlich für den Kursrückgang sind in erster Linie Pläne der Schweizer Regierung. Diese fordert von der Bank, künftig zusätzlich 26 Milliarden Dollar an Kernkapital vorzuhalten. Die UBS lehnt das strikt ab und verweist auf fehlende internationale Verhältnismäßigkeit. Ein möglicher Kompromiss im Parlament, der den Einsatz von AT1-Wandelanleihen erlauben würde, könnte den tatsächlichen Kapitalbedarf zwar massiv senken. Bis zu einer endgültigen politischen Entscheidung bleibt die Unsicherheit für Investoren jedoch hoch. Angesichts dieser ungelösten Kapitalfrage prüft das Institut derzeit sogar, die Amtszeit von Konzernchef Sergio Ermotti zu verlängern, um Kontinuität an der Spitze zu gewährleisten.

Harter Schnitt beim Personal

Parallel zum regulatorischen Gegenwind drückt die Bank bei der Integration der Credit Suisse aufs Tempo. Der Stellenabbau verläuft dabei rigoros. Allein 2025 zahlte das Institut mehr als 7.500 Abgangsentschädigungen. Ende März erhalten nun vor allem ehemalige CS-Mitarbeitende aus der IT und dem Backoffice ihre Kündigungen, da alte Plattformen endgültig abgeschaltet werden.

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Insgesamt plant das Management, die Belegschaft von einst 115.000 auf rund 80.000 Angestellte zu schrumpfen. Diese personellen Einschnitte sollen allein im laufenden Jahr weitere 2,8 Milliarden Dollar an Kosten einsparen.

Prominente Neuzugänge im Verwaltungsrat

Um die wachsende Komplexität des fusionierten Bankgiganten zu bewältigen, holt sich die UBS im April prominente Verstärkung. Der ehemalige BIZ-Chef Agustín Carstens und Apple-Manager Luca Maestri sollen in den Verwaltungsrat einziehen. Sie bringen dringend benötigte Expertise in den Bereichen Geldpolitik und Unternehmensfinanzen mit.

Erschwerend kommt für die Aktie derzeit das allgemeine Marktumfeld hinzu. Aufgrund geopolitischer Spannungen riet das eigene Chief Investment Office den Kunden zuletzt, ihre Aktienquoten zu reduzieren. Eine solche defensive Haltung dämpft naturgemäß auch die lukrativen Transaktionsaktivitäten in der hauseigenen Vermögensverwaltung.

Den nächsten konkreten Hinweis auf die operative Verfassung der Bank liefern die Quartalszahlen am 29. April. Bis dahin wird die Entwicklung des Aktienkurses primär davon abhängen, ob sich im Schweizer Parlament eine mehrheitsfähige Lösung für die verschärften Eigenkapitalvorschriften abzeichnet. Gelingt hier ein zeitnaher Kompromiss, würde das größte Belastungselement für den Titel entfallen.

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