Starke China-Zahlen, ein umgeschichtetes Investmentportfolio und kurz bevorstehende Zulassungsmeilensteine für das autonome Fahren — Tesla liefert Mitte März 2026 gleich mehrere Schlagzeilen auf einmal. Das Bild ist dabei alles andere als eindeutig: Während einige Signale klar positiv sind, bleibt die Bewertung des Unternehmens hoch umstritten.

China-Comeback mit Schönheitsfehlern

Der Jahresstart in China verlief besser als erwartet. Die kombinierten Auslieferungen für Januar und Februar 2026 lagen mehr als 35 Prozent über dem Vorjahresniveau. Besonders der Februar stach heraus: Die Einzelhandelsumsätze des Model Y sprangen um über 215 Prozent auf 25.286 Einheiten — und das in einem Markt, der für reine Elektrofahrzeuge im selben Monat um fast 35 Prozent schrumpfte. Teslas Marktanteil im BEV-Segment kletterte auf 13,74 Prozent, den höchsten Stand seit April 2024.

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Allerdings bleibt der Wettbewerbsdruck erheblich. Im Februar war Geelys Xingyuan das meistverkaufte Auto Chinas, im Januar hatte Xiaomis YU7 das Model Y vom Spitzenplatz verdrängt. Tesla gewinnt Marktanteile in einem schrumpfenden Segment — das ist ein Erfolg, aber kein Freifahrtschein.

xAI-Beteiligung wird zu SpaceX-Anteil

Eine weitere Entwicklung sorgt für Gesprächsstoff: Tesla hat seine zwei Milliarden Dollar schwere Beteiligung an Elon Musks KI-Unternehmen xAI in einen kleinen Anteil an SpaceX umgewandelt. Die entsprechenden Unterlagen wurden am 11. März bei der US-amerikanischen Kartellbehörde FTC eingereicht. Hintergrund ist die Übernahme von xAI durch SpaceX in einer reinen Aktientransaktion, die SpaceX mit einer Billion Dollar und xAI mit 250 Milliarden Dollar bewertete.

Marktexperten schätzen Teslas resultierenden SpaceX-Anteil auf unter ein Prozent. Einige Investoren beäugen die Transaktion kritisch, da sie Teslas Kapital tiefer in das Geflecht von Musks privaten Unternehmen lenkt.

FSD und Finanzen: Wachstum jenseits des Autos

Beim autonomen Fahren zeichnen sich konkrete Fortschritte ab. Tesla hat fristgerecht Daten bei der US-Verkehrsbehörde NHTSA eingereicht und peilt eine Zulassung für das überwachte autonome Fahren in Europa bis Mitte 2026 an. Musk zufolge könnte die Genehmigung in den Niederlanden bereits am 20. März erteilt werden. Die aktive Nutzerbasis der FSD-Software wuchs bis Ende 2025 um 38 Prozent auf 1,1 Millionen Nutzer.

Auch jenseits des Autogeschäfts laufen die Zahlen. Der Energiebereich legte 2026 um 27 Prozent auf 12,8 Milliarden Dollar zu, der Servicebereich wuchs um 18 Prozent auf 3,37 Milliarden Dollar. Dass der Gesamtumsatz trotzdem um 2,9 Prozent sank und die Gewinnmarge um 45 Prozent einbrach, spiegelt sich im Aktienkurs kaum wider — der Titel hat sich in den vergangenen zwölf Monaten fast verdoppelt.

Analysten uneins, Cybercab rückt näher

Die Bewertungsspanne unter Analysten ist bemerkenswert weit. Bank of America stufte die Aktie zuletzt auf „Buy" hoch und setzt ein Kursziel von 460 Dollar, wobei das Modell rund 52 Prozent des Unternehmenswertes allein dem autonomen Fahrsegment zuschreibt. Wedbush-Analyst Dan Ives hält mit 600 Dollar das höchste Kursziel der Wall Street. Am anderen Ende steht Gordon Johnson von GLJ Research mit einem Zielkurs von 25,28 Dollar.

Den nächsten konkreten Prüfstein liefert der April: Die Serienproduktion des Cybercab-Robotaxis soll in der Gigafactory Texas anlaufen, die Q1-Auslieferungszahlen werden Anfang April erwartet, und die Quartalsergebnisse folgen am 28. April. Diese drei Ereignisse werden zeigen, ob die aktuelle Bewertung auf solidem Fundament steht.

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