Der Reisekonzern TUI steht vor einem richtungsweisenden Montag: Am 10. Februar präsentiert das Unternehmen die Zahlen für das schwächste Quartal des Geschäftsjahres – zeitgleich mit der Hauptversammlung in Hannover, auf der über die neue Dividendenpolitik abgestimmt wird. Anleger erhalten damit gleich zwei entscheidende Signale: Wie entwickelt sich das operative Geschäft? Und wie ernst meint es der Konzern mit der Aktionärsbeteiligung?

Die wichtigsten Fakten zum Doppeltermin:

  • Q1-Zahlen (Oktober bis Dezember 2025) werden am 10. Februar veröffentlicht
  • Parallel findet die 67. ordentliche Hauptversammlung in Hannover statt
  • Abstimmung über neue Dividendenpolitik: 0,10 Euro für GJ 2025, danach 10-20% des bereinigten Ergebnisses
  • Geschäftsjahr 2025 schloss mit Rekord-EBIT von 1,46 Milliarden Euro ab
  • Jahresziele für 2026: EBIT-Steigerung um 7-10 Prozent

Winterquartal traditionell schwach

Das erste Geschäftsquartal umfasst die buchungsschwächere Winterperiode von Oktober bis Dezember und ist traditionell das schwächste im Jahresverlauf. Für den laufenden Winter 2025/26 meldete TUI zuletzt einen Anstieg der gebuchten Umsätze um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Q1-Zahlen werden zeigen, ob sich dieser moderate Zuwachs in den Ergebnissen niederschlägt und ob der Konzern auf Kurs für die Jahresziele liegt.

Der Touristikkonzern hatte bei der Präsentation der Jahreszahlen im Dezember einen Umsatzanstieg von zwei bis vier Prozent sowie eine Verbesserung des bereinigten EBIT um sieben bis zehn Prozent für das Gesamtjahr 2026 in Aussicht gestellt. Nach dem Rekordergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 24,2 Milliarden Euro Umsatz und 34,7 Millionen Gästen setzt der Markt auf Kontinuität.

Dividendenpolitik als strategisches Signal

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Auf der Hauptversammlung steht die Abstimmung über die neue Dividendenpolitik im Mittelpunkt. Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt der Vorstand eine Starter-Dividende von 0,10 Euro je Aktie vor. Ab dem Geschäftsjahr 2026 sollen dann zehn bis zwanzig Prozent des bereinigten Ergebnisses je Aktie ausgeschüttet werden. Die Zustimmung gilt als sicher, doch die Signalwirkung ist erheblich: TUI dokumentiert damit den Abschluss der Sanierungsphase und den Übergang zu einer aktionärsfreundlicheren Politik.

Die Nettoverschuldung konnte der Konzern auf 1,3 Milliarden Euro reduzieren. Das Segment Urlaubserlebnisse, das Hotels, Kreuzfahrten und TUI Musement umfasst, erwirtschaftete ein bereinigtes EBIT von 1,31 Milliarden Euro. Besonders stark entwickelte sich der Bereich Hotels & Resorts mit einem Rekord-EBIT von 759 Millionen Euro.

Buchungslage für Sommer positiv

Über die Q1-Zahlen hinaus richtet sich der Blick auf den für das Gesamtjahr entscheidenden Sommer 2026. Hier meldete TUI einen positiven Buchungsstart. Konkrete Zahlen dazu dürften am Montag folgen. Die Entwicklung der Buchungen und die durchschnittlichen Preise für die Hauptreisezeit sind zentrale Stellschrauben für die Jahresprognose.

Am 10. Februar wird sich zeigen, ob das operative Momentum aus dem Rekordjahr 2025 trägt und ob die Rückkehr zu Dividendenzahlungen auf einer soliden finanziellen Basis steht. Der Doppeltermin bietet TUI die Chance, die positive Entwicklung zu untermauern und die Aktienstory zu festigen.

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