Die Verschärfung des Iran-Krieges trifft den Reisekonzern TUI mit voller Wucht. Umfassende Reisewarnungen für den Nahen Osten und explodierende Kerosinkosten bedrohen das operative Geschäft massiv. Wie stark gefährdet dieser geopolitische Schock die anlaufende Sommersaison?

Stornierungsrisiken im Orient-Segment

Das Auswärtige Amt hat weitreichende Reisewarnungen für Kernmärkte der Winter- und Ganzjahresplanung ausgesprochen. Betroffen sind unter anderem die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und der Oman, während für das wichtige Pauschalreiseziel Ägypten eine Teilreisewarnung gilt. Erschwerend hinzu kommen weitreichende Luftraumsperrungen, die auch den Fernreiseverkehr nach Asien und Australien beeinträchtigen.

Da wichtige Partner wie die Lufthansa Group sämtliche Flüge nach Dubai vorerst bis zum 28. März 2026 ausgesetzt haben, brechen zentrale Umsteigepunkte und Kreuzfahrthäfen weg. Für TUI bedeutet dies einen erheblichen logistischen Aufwand und das akute Risiko einer Stornierungswelle im margenstarken Orient-Segment.

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Kostenschock durch Ölpreis-Rally

Neben den direkten operativen Einschränkungen belastet der massive Anstieg der Energiekosten die Profitabilität des Konzerns. Die faktische Blockade der Straße von Hormus hat den Preis für Brent-Rohöl zeitweise auf bis zu 100 US-Dollar pro Barrel getrieben. Selbst die Freigabe von strategischen Reserven durch die Internationale Energieagentur brachte bislang keine spürbare Entspannung. Diese signifikant höheren Kerosinkosten lassen sich bei bereits verkauften Reisen kaum nachträglich an die Kunden weitergeben.

Die Börse reagiert auf diese toxische Mischung aus sinkenden Kapazitäten und steigenden Kosten mit Verkäufen. Am Donnerstag gaben die Papiere um 3,11 Prozent auf 6,86 Euro nach. Damit weitet sich der Verlust seit Jahresbeginn auf über 23 Prozent aus. Auch charttechnisch hat sich das Bild eingetrübt, da der Kurs mittlerweile deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 8,50 Euro notiert.

Analysten von Bernstein Research hatten das Kursziel für TUI noch im Januar auf 7,90 Euro taxiert und mit "Market-Perform" bewertet. Angesichts der aktuellen Lage rückt die Stabilität der Flugrouten nun jedoch in den absoluten Fokus der fundamentalen Neubewertung.

Für die weitere Kursentwicklung ist die Dauer der Luftraumsperrungen im Nahen Osten der entscheidende Faktor. Sollten die Einschränkungen über den März hinaus bestehen bleiben und sich die Kerosinpreise auf dem aktuellen Niveau verfestigen, drohen unvermeidbare Korrekturen bei den Gewinnprognosen für das laufende Geschäftsjahr.

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