Erst der Absturz, dann die Erholung: Nach einem schwachen Mittwoch kämpft sich die Rheinmetall-Aktie am Donnerstag wieder nach oben. Doch was steckt hinter dem Kurschaos der vergangenen 48 Stunden?

Zahlen verfehlen die Messlatte

Auslöser der Mittwochsschwäche waren die Jahreszahlen des Düsseldorfer Konzerns selbst. Zwar konnte Rheinmetall für 2025 sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn zulegen – doch gut ist eben nicht immer gut genug. Das operative Ergebnis blieb spürbar hinter den Analystenerwartungen zurück. Höhere Steuerlasten und kletternde Investitionsausgaben schmälerten zusätzlich den Nettogewinn. Die Aktie büßte daraufhin rund 8 Prozent auf 1.520,50 Euro ein.

Da Rheinmetall als Leitfigur des europäischen Rüstungssektors gilt, strahlte die Enttäuschung auf die gesamte Branche aus. HENSOLDT, RENK und thyssenkrupp Marine Systems verloren ebenfalls deutlich an Wert.

Hinzu kommen strukturelle Bedenken, die Anleger weiter belasten. Rekordaufträge allein machen noch keine Umsätze: Das Management von RENK machte deutlich, dass der Kapazitätsausbau Zeit braucht und nennenswerte Umsatzsprünge über zwei Milliarden Euro realistischerweise erst ab 2028 zu erwarten sind. Ähnliches zeichnet sich bei HENSOLDT ab, wo zwischen Auftragseingang und tatsächlicher Erlösrealisierung eine erhebliche Lücke klafft.

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Leonardo gibt den Takt vor

Der Donnerstag bringt eine deutliche Trendwende – und den Impuls dafür liefert ausgerechnet ein Unternehmen aus Italien. Der Rüstungskonzern Leonardo überraschte mit ambitionierten Wachstumszielen bis 2030, die laut JPMorgan-Analyst David Perry weit oberhalb des Branchenkonsens liegen. Hinzu kommen eine um 21 Prozent angehobene Dividende sowie die geplante Übernahme von Iveco Defence Vehicles. Die Leonardo-Aktie schoss in Mailand um mehr als neun Prozent nach oben.

Die Signalwirkung auf den gesamten Sektor war unmittelbar spürbar. Rheinmetall erholte sich daraufhin um rund drei Prozent auf etwa 1.577,50 Euro. HENSOLDT legte knapp sechs Prozent zu, RENK und TKMS folgten mit Aufschlägen von rund fünf beziehungsweise drei Prozent.

Geopolitik als zweischneidiges Schwert

Im Hintergrund bleibt das geopolitische Umfeld ein entscheidender Kurstreiber für den gesamten Sektor. Der anhaltende Nahost-Konflikt hält die Nachfrageerwartungen hoch – gleichzeitig sorgen steigende Ölpreise und damit verbundene Inflationsrisiken für Unruhe an den Gesamtmärkten, was auch Rüstungswerte nicht vollständig unberührt lässt.

Das Muster der vergangenen beiden Handelstage zeigt exemplarisch, wie nervös der Markt auf jeden neuen Impuls reagiert. Für Rheinmetall bleibt die eigentliche Frage offen, ob die Wachstumsziele für 2026 die zuletzt hochgesteckten Erwartungen tatsächlich erfüllen können – oder ob weitere Korrekturen drohen.

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