Die militärische Eskalation im Nahen Osten zwingt den Touristikkonzern TUI zu umfassenden Krisenmaßnahmen. Gestoppte Kreuzfahrten, großangelegte Rückholaktionen und steigende Kerosinpreise verunsichern die Anleger. Doch wie stark belasten diese ungeplanten Interventionen das operative Geschäft des Reiseveranstalters wirklich?

Kreuzfahrt-Stopps und Evakuierungen

Im Zentrum der operativen Einschränkungen stehen die Schiffe „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“, die sich aktuell in der Golfregion befinden. Um die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten, organisiert TUI derzeit Voll-Charter-Flüge nach Europa und arbeitet dafür unter anderem eng mit Emirates zusammen. Bis zum morgigen Mittwoch sollen diese Evakuierungen vollständig abgeschlossen sein.

Die angespannte geopolitische Lage erzwingt zudem strategische Rückzieher im Nahen Osten. So wurde eine geplante touristische Partnerschaft zwischen dem Reisekonzern und dem Oman bis auf Weiteres auf Eis gelegt.

Wachsender Druck auf die Margen

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Neben den direkten logistischen Herausforderungen durch teilweise gesperrte internationale Lufträume trifft die Krise den Konzern auch massiv auf der Kostenseite. Ein konfliktbedingter Preissprung beim Rohöl verteuert das Kerosin merklich. Diese Kombination aus unvorhergesehenen Sonderausgaben für die Rückholaktionen und steigenden Energiekosten fordert die kurzfristige Ertragsplanung spürbar heraus.

Diese fundamentalen Belastungen spiegeln sich deutlich im Chartbild wider. Allein in den vergangenen 30 Tagen gab der Kurs um gut 25 Prozent nach. Mit dem gestrigen Schlusskurs von 6,96 Euro notiert der Titel nun tief in der Verlustzone und hat sich spürbar von wichtigen Trendlinien entfernt. Der Abstand zur vielbeachteten 200-Tage-Linie beträgt inzwischen über 14 Prozent.

Solange die Verwerfungen im Nahen Osten anhalten, bleibt das Umfeld für den Reiseanbieter stark eingetrübt. Die Bewältigung der akuten Logistikkrise und die hohen Kerosinpreise werden die Margen vorerst weiter belasten. Aus charttechnischer Sicht erfordert eine nachhaltige Aufhellung der Situation zunächst eine Stabilisierung und die Rückeroberung des 200-Tage-Durchschnitts, der aktuell bei 8,10 Euro verläuft.

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