Mitten in der für den Konzern essenziellen Wintersaison trifft TUI eine unvorhergesehene geopolitische Eskalation. Eine US-Militäroperation in Venezuela und die daraus resultierende Luftraumsperrung zwangen den Reiseanbieter am Samstag zu abrupten Flugabbrüchen auf lukrativen Langstreckenrouten. Anleger müssen sich zum Wochenstart auf operative Turbulenzen einstellen, da das wichtige Karibik-Geschäft unmittelbar betroffen ist.

  • Notfall-Anordnung: US-Behörde FAA sperrte den Luftraum über Venezuela aus Sicherheitsgründen.
  • Abbruch in der Luft: Zwei Boeing 787 „Dreamliner“ mussten über dem Atlantik wenden.
  • Ziele gestrichen: Flüge nach Barbados, Aruba und Curaçao wurden vorerst ausgesetzt.

Teure Umkehr über dem Atlantik

Das Ausmaß der operativen Störung wurde am Samstag deutlich, als Flugdaten zeigten, wie TUI-Maschinen auf dem Weg in die Karibik mitten über dem Ozean beidrehten. Auslöser war eine Notfallanordnung der US-Luftfahrtbehörde, die den Luftraum über Venezuela für den zivilen Verkehr sperrte. Da die Sicherheit nicht mehr garantiert werden konnte, rief TUI die Flugzeuge nach Großbritannien zurück.

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Für den Touristikkonzern ist dies ein kostspieliges Szenario. Zwar notierte die Aktie zuletzt stark und schloss am Freitag bei 9,03 Euro – ein Plus von über 10 Prozent auf 30-Tages-Sicht –, doch diese operative Vollbremsung gefährdet das Momentum. Auch wenn die Annullierungen aufgrund „außergewöhnlicher Umstände“ voraussichtlich keine pauschalen Entschädigungszahlungen nach EU-Recht auslösen, fallen hohe Kosten für Treibstoff, Crew-Rotationen und die Unterbringung gestrandeter Passagiere an.

Kontrast zur Kreuzfahrt-Konkurrenz

Der Zeitpunkt könnte kaum ungünstiger sein. Das laufende Quartal ist entscheidend für das Wintergeschäft, in dem Fernreisen traditionell für hohe Margen sorgen. Während US-Fluggesellschaften wie American Airlines und Delta ebenfalls hunderte Flüge streichen mussten, trifft es TUI in einer Phase, in der die Konkurrenz Stärke zeigt.

Wettbewerber Royal Caribbean hob erst am Samstag die Gewinnprognose an und meldete Rekordzahlen. TUI hingegen muss nun Krisenmanagement betreiben, statt von der allgemeinen Reiselust zu profitieren. Technisch bedeutet dies einen Stresstest für das Papier, das sich gerade erst über der 50-Tage-Linie von 8,14 Euro stabilisiert hatte.

Dauer der Sperrung entscheidet

Für den weiteren Kursverlauf ist entscheidend, wie lange die Sicherheitswarnungen der FAA bestehen bleiben. Sollte sich die Lage im venezolanischen Luftraum nicht kurzfristig klären, drohen weitere Ausfälle im profitablen Januar-Geschäft. Analysten werden genau beobachten, ob TUI die Kapazitäten schnell auf alternative Routen verlagern kann oder ob das Buchungsvolumen unter der Unsicherheit leidet.

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