Zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt hat ein anderer Konzern Apple als wichtigsten Kunden des weltgrößten Chip-Auftragfertigers abgelöst. Nvidia sicherte sich 2025 mit einem Umsatzanteil von 19 Prozent den Spitzenplatz bei TSMC – mehr als eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Der Aufstieg zeigt, welche gewaltigen Produktionskapazitäten die KI-Offensive des Grafikkarten-Riesen verschlingt.

Apple rutscht auf Platz zwei

Nach über zehn Jahren an der Spitze muss sich Apple mit dem zweiten Rang begnügen. Der iPhone-Konzern kam 2025 auf einen Umsatzanteil von 17 Prozent bei TSMC, was NT$645,17 Milliarden entspricht. Das Auftragsvolumen wuchs dabei nur um knapp fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Nvidia hingegen verdoppelte sein Bestellvolumen von NT$352,27 Milliarden im Jahr 2024 auf NT$726,97 Milliarden – umgerechnet rund 23,4 Milliarden US-Dollar. Die massiven Chip-Bestellungen spiegeln die enorme Nachfrage nach KI-Hardware wider, die Nvidias Rechenzentren-Geschäft befeuert.

Zwischen 2015 und Ende 2025 hatte Apple dem taiwanischen Fertiger insgesamt über NT$4,22 Billionen (132 Milliarden US-Dollar) eingebracht. Diese langjährige Partnerschaft bleibt zwar bedeutend, wird aber von Nvidias Wachstumstempo überschattet.

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Staatliche Förderung treibt Expansion

TSMC profitiert bei seiner globalen Expansion von massiven staatlichen Zuschüssen. Insgesamt flossen aus vier Ländern umgerechnet 4,8 Milliarden US-Dollar (NT$151 Milliarden) an den Konzern. Diese Mittel unterstützen den Aufbau von Produktionsstätten außerhalb Taiwans – eine strategische Neuausrichtung, die kritische Lieferketten geografisch diversifizieren soll.

Japanischer Herausforderer formiert sich

Während TSMC bereits im vierten Quartal 2025 mit der Massenfertigung von 2-Nanometer-Chips begann, rüstet sich in Japan ein neuer Wettbewerber. Das Startup Rapidus sicherte sich 267,6 Milliarden Yen (1,7 Milliarden US-Dollar) frisches Kapital. Die japanische Regierung steuerte über die IPA 100 Milliarden Yen bei und erhielt dafür 11,5 Prozent Stimmrechte samt Vetorecht. Weitere 167,6 Milliarden Yen kamen von 32 Privatunternehmen, darunter Sony, Fujitsu und Canon.

Rapidus strebt die Massenproduktion von 2-Nanometer-Chips bis 2027 an und führt bereits Gespräche mit über 60 potenziellen Kunden. Zeitgleich entwickelte das Forschungsinstitut Imec eine neue Methode für EUV-Lithografie-Anlagen, die durch höhere Sauerstoffkonzentration die Photoresist-Leistung um 20 Prozent steigert und so den Durchsatz beschleunigt.

Mit der 2-Nanometer-Fertigung bereits angelaufen und massiven Aufträgen von Nvidia im Rücken steht TSMC auf solidem Fundament. Ob Rapidus tatsächlich 2027 wettbewerbsfähig produzieren kann, bleibt abzuwarten – vorerst dominiert der taiwanische Branchenprimus die höchsten Fertigungsstufen.

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