NetApp Aktie: Rekordquartal
Die Aktie von NetApp legte nach Börsenschluss am Mittwoch um 3,06 Prozent auf 105 Dollar zu. Grund war ein überzeugender Quartalsbericht: Der Speicherspezialist übertraf die Analystenschätzungen bei Umsatz und Gewinn deutlich und hob die Jahresprognose an.
Starke Zahlen über den Erwartungen
Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (bis Ende Januar) erzielte NetApp einen Umsatz von 1,71 Milliarden Dollar – ein Plus von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten hatten im Schnitt nur 1,70 Milliarden Dollar erwartet. Bereinigt um den Verkauf des Spot-Geschäfts wäre das Umsatzwachstum sogar bei sechs Prozent gelegen.
Noch deutlicher fiel die Überraschung beim Gewinn aus: Mit 2,12 Dollar je Aktie lag das bereinigte Ergebnis elf Prozent über dem Vorjahreswert und übertraf die Konsensschätzung von 2,07 Dollar. Die operative Marge kletterte auf einen Rekordwert von 31,1 Prozent – 110 Basispunkte mehr als vor einem Jahr.
Das All-Flash-Array-Geschäft, mittlerweile das wichtigste Standbein, knackte erstmals die Marke von einer Milliarde Dollar Quartalsumsatz. Das entspricht einem Wachstum von elf Prozent. Auf Jahresbasis läuft das Segment damit mit 4,2 Milliarden Dollar.
Künstliche Intelligenz treibt Nachfrage
Rund 300 Kunden entschieden sich im dritten Quartal für NetApp-Lösungen zur Datenvorbereitung und Speicherinfrastruktur für KI-Anwendungen. Das neue Produkt AFX, eine speziell für KI-Workloads entwickelte Speicherlösung, fand bereits im ersten Verkaufsquartal Abnehmer bei Neoclouds, Finanzdienstleistern und Halbleiterherstellern.
Besonders gefragt sind die Lösungen in regulierten Branchen wie Gesundheitswesen und Life Sciences, wo große Datenmengen sicher verarbeitet werden müssen. Etwa 60 Prozent der KI-Projekte befinden sich nach Unternehmensangaben noch in der Datenvorbereitungsphase, 40 Prozent sind bereits in produktiven Trainings- oder Inferenz-Umgebungen im Einsatz.
Das Cloud-Geschäft legte bereinigt um 17 Prozent zu, getrieben von den First-Party-Services bei Amazon und Microsoft. Etwa die Hälfte der Neukunden im Cloud-Bereich hatte zuvor keine NetApp-Systeme im Einsatz – ein Zeichen für die wachsende Reichweite.
Speicherpreise setzen Margen unter Druck
Die gute Nachricht hat allerdings einen Haken: Die Preise für Speicherchips steigen rasant. NetApp hat bereits zu Beginn des laufenden Quartals die Verkaufspreise angehoben und kündigte weitere Erhöhungen an. Die Produktmarge rutschte im dritten Quartal auf 55,3 Prozent ab – 4,2 Prozentpunkte weniger als im Vorquartal.
CFO Wissam Jabre betonte, das Unternehmen arbeite eng mit mehreren Lieferanten zusammen und habe sich für das Geschäftsjahr 2026 weitgehend abgesichert. Für ungeplante Nachfragespitzen musste NetApp allerdings zu höheren Preisen am Spotmarkt einkaufen. Im vierten Quartal rechnet das Unternehmen mit einer Bruttomarge zwischen 69,5 und 70,5 Prozent.
Anders als reine Flash-Anbieter kann NetApp auch Hybrid-Systeme mit herkömmlichen Festplatten anbieten. CEO George Kurian berichtete von verstärkten Kundengesprächen über diese Alternative, seit die Preiserhöhungen angekündigt wurden. Von einem klaren Trend wolle er aber noch nicht sprechen.
Optimistischer Ausblick
Für das vierte Quartal des Geschäftsjahres rechnet NetApp mit einem Umsatz von 1,87 Milliarden Dollar (plus/minus 75 Millionen). Das entspräche einem Wachstum von acht Prozent. Der Gewinn je Aktie soll zwischen 2,21 und 2,31 Dollar liegen.
Die Gesamtjahresprognose wurde angehoben: Statt bisher 6,75 bis 6,90 Milliarden Dollar Umsatz erwartet das Management nun 6,77 bis 6,92 Milliarden Dollar. Beim Gewinn je Aktie liegt die neue Spanne bei 7,92 bis 8,02 Dollar – zuvor waren 7,85 bis 7,95 Dollar prognostiziert.
Das Auftragsvolumen entwickelte sich erfreulich: Die Billings stiegen um 10,1 Prozent auf 1,89 Milliarden Dollar. Die verbleibenden Vertragsverpflichtungen kletterten um 14,3 Prozent auf 5,11 Milliarden Dollar und geben Sichtbarkeit auf künftige Umsätze.
NetApp schüttete im Quartal 303 Millionen Dollar an die Aktionäre aus – 200 Millionen über Aktienrückkäufe und 103 Millionen als Dividende von 0,52 Dollar je Anteil.
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