Trade Desk Aktie: Führung wackelt
Wenn ausgerechnet im Finanzressort ständig die Stühle rücken, werden Anleger schnell hellhörig. Bei The Trade Desk sorgt der nächste CFO-Wechsel für neue Zweifel an der Stabilität im Top-Management – und trifft auf ein Marktumfeld, das im digitalen Werbegeschäft ohnehin rauer wird. Wie viel davon ist Personalie, wie viel operatives Problem?
CFO-Abgang nach nur sechs Monaten
The Trade Desk hat am 26. Januar mitgeteilt, dass CFO Alex Kayyal das Unternehmen verlässt – nach rund sechs Monaten im Amt. Als Interimslösung übernimmt Tahnil Davis, bisher Chief Accounting Officer und seit fast elf Jahren im Unternehmen. Die Ernennung gilt rückwirkend zum 24. Januar, während parallel ein dauerhafter Nachfolger gesucht wird.
CEO Jeff Green betonte, Davis kenne das Geschäft „in- und auswendig“ und habe beim Aufbau der finanziellen und operativen Strukturen eine zentrale Rolle gespielt. Die Botschaft ist klar: intern soll Kontinuität signalisiert werden, auch wenn die Personalentscheidung nach außen wie ein weiterer Bruch wirkt.
Warum der Markt nervös reagiert
Der schnelle CFO-Wechsel kommt nicht im luftleeren Raum. Evercore-ISI-Analyst Mark Mahaney (zitiert von MarketWatch) wertete die Nachricht als negativ und stellte das Urteilsvermögen von Management und Board infrage – auch mit Blick darauf, dass Kayyal vor seinem Einstieg keine direkte CFO-Erfahrung hatte.
Jefferies-Analyst James Heaney verwies zudem auf breitere Wechsel im Führungsteam, darunter eine Veränderung auf der Position des Chief Revenue Officer im November 2025. In seiner Einordnung spielen mehrere Faktoren zusammen: Führungswechsel, zuletzt schwächere Umsetzung, stärkerer Wettbewerb – vor allem durch Amazon – sowie negative Presse rund um jüngere Produkt-Rollouts und aus Analystensicht zu wenig Transparenz über die Ursachen der Schwäche.
Prognose steht – Blick auf den 25. Februar
Trotz der Unruhe hat das Unternehmen seine Prognose für das vierte Quartal 2025 bestätigt (ursprünglich vom 6. November 2025):
- Umsatz: mindestens 840 Mio. US-Dollar
- Adjusted EBITDA: rund 375 Mio. US-Dollar
Die Zahlen für Q4 und das Gesamtjahr 2025 sollen am 25. Februar 2026 kommen, inklusive Conference Call.
An der Börse bleibt der Druck hoch: Der Schlusskurs vom Freitag lag bei 30,33 US-Dollar – zugleich das 52‑Wochen-Tief. Damit hat die Aktie in den vergangenen 12 Monaten 73,52% verloren.
Bis zum Termin Ende Februar dürfte sich die Aufmerksamkeit auf ein paar konkrete Punkte bündeln: Fortschritte bei der CFO-Suche, Aussagen zur Wettbewerbsposition, Updates zur KI-getriebenen Plattform Kokai, Trends bei Connected-TV-Werbung sowie Hinweise, wie strikt Kosten und Kapital eingesetzt werden – gerade unter einer Interim-Finanzchefin.
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