Ein plötzlicher Abgang im Top-Management hat The Trade Desk in eine heikle Phase geschickt. Obwohl das Unternehmen seine Ziele bestätigt, bleibt am Markt vor allem ein Eindruck hängen: Unsicherheit. Und genau die mögen Anleger bekanntlich gar nicht.

Unerwarteter Rücktritt verunsichert

Auslöser der jüngsten Turbulenzen war die Meldung vom 26. Januar: CFO Alex Kayyal ist mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Brisant daran ist weniger der Wechsel selbst als der Zeitpunkt. Kayyal war erst seit August 2025 im Amt – und damit nicht einmal ein halbes Jahr.

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Einen konkreten Grund nannte das Unternehmen nicht. Als Übergangslösung wurde Tahnil Davis zur Interims-CFO ernannt. Der Markt interpretierte die Personalie dennoch als Warnsignal: In der Finanzfunktion geht Stabilität oft vor Wachstumserzählungen.

Ziele bestätigt – aber Zweifel bleiben

Um die Stimmung zu beruhigen, hat CEO Jeff Green die Prognose für das vierte Quartal 2025 bekräftigt. Weiterhin im Plan sind:
- Umsatz: mindestens 840 Mio. USD
- bereinigtes EBITDA: rund 375 Mio. USD

Trotzdem reagierten mehrere Analysten mit deutlichen Kurszielsenkungen – ein Zeichen dafür, dass die bestätigten Zahlen allein nicht reichen, wenn das Vertrauen in die Führungsstruktur wackelt. Citi reduzierte das Kursziel auf 38 USD, Bank of America auf 40 USD. Truist Securities ging noch weiter und senkte von 85 USD auf 60 USD.

Institutionelle Anleger: kein klares Bild

Auch bei den großen Investoren zeigt sich kein einheitlicher Trend. Für das dritte Quartal 2025 wurde gemeldet:
- Strs Ohio baute die Position um 92,0% ab und verkaufte über 123.000 Aktien
- Federated Hermes Inc. erhöhte den Anteil im selben Zeitraum um 33,9%

Das wirkt wie ein Spiegel der aktuellen Lage: Einige ziehen die Reißleine, andere sehen offenbar genug Substanz, um aufzustocken.

Beim Kursbild bleibt die Aktie unter Druck: Am Freitag schloss sie bei 30,33 USD – exakt auf dem 52‑Wochen‑Tief und nach einem Wochenminus von 17,02%.

Zum nächsten wichtigen Termin dürfte es damit kaum Überraschungen geben: Rund um den 25. Februar 2026 werden die Zahlen erwartet. Dann wird sich erstmals im Detail zeigen, ob die bestätigte Q4-Prognose erreicht wurde – und ob der CFO-Wechsel operativ Spuren hinterlassen hat.

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