The Trade Desk Aktie: Zwischen Absturz und Neustart
The Trade Desk hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Nach einem verfehlten Quartalsbericht Ende 2024 brach die Aktie massiv ein — und notiert heute rund 53 % unter dem Niveau vor zwölf Monaten. Gleichzeitig häufen sich die Signale, die auf eine mögliche Stabilisierung hindeuten: ein rekordverdächtiger Insiderkauf des CEOs, ein Aktienrückkaufprogramm und Berichte über eine potenzielle Partnerschaft mit OpenAI.
Wachstum verlangsamt sich, Profitabilität bleibt
Das Umsatzwachstum des Unternehmens hat spürbar an Tempo verloren. 2025 legte der Umsatz um 18 % auf 2,9 Milliarden Dollar zu — nach 26 % im Vorjahr. Das vierte Quartal 2024 wuchs nur noch um 14 %, was auf eine weitere Verlangsamung hindeutet.
Trotzdem bleibt The Trade Desk profitabel. Der Nettogewinn stieg um 13 % auf 443 Millionen Dollar. Der Rückgang beim Gewinnwachstum war dabei vor allem auf einen fast verdoppelten Steueraufwand zurückzuführen — kein operatives Problem. Die Bruttomarge liegt bei soliden 78,6 %.
Der OpenAI-Effekt
Für Aufsehen sorgte die Meldung, dass OpenAI offenbar frühe Gespräche mit The Trade Desk über eine Werbepartnerschaft auf ChatGPT führt. Die Aktie legte daraufhin deutlich zu. Analysten sind jedoch gespalten: Evercore ISI sieht in einer solchen Kooperation einen strategischen Schutzwall gegen die Bedrohung durch KI-gestützte Suchmaschinen und bekräftigte ein Kursziel von 35 Dollar. Wedbush hingegen bleibt skeptisch, stuft die Aktie mit „Underperform" ein und sieht den fairen Wert bei 23 Dollar — die Analysten dort argumentieren, der jüngste Kursanstieg überbewerte den kurzfristigen Effekt der Partnerschaftsgerüchte.
Intern kämpft das Unternehmen mit Anlaufschwierigkeiten bei seiner KI-gestützten Werbeplattform Kokai. Kunden bemängelten, dass die neue Oberfläche weniger übersichtlich sei und manuelle Steuerungsmöglichkeiten wegfielen. Extern wächst der Druck durch Alphabet und Amazon, die ihre eigenen Werbeplattformen bevorzugt behandeln.
CEO kauft massiv zu
CEO Jeff Green erwarb laut Pflichtmitteilung 6 Millionen Aktien zu Preisen zwischen 23,49 und 25,08 Dollar — ein Gesamtvolumen von mehr als 151 Millionen Dollar. Parallel dazu genehmigte der Vorstand ein Aktienrückkaufprogramm über 350 Millionen Dollar, was rund 2,9 % der ausstehenden Aktien entspricht. Institutionelle Investoren ziehen ebenfalls nach: Jericho Capital Asset Management erhöhte seine Position im dritten Quartal um 86 %.
Bewertung auf neuem Niveau
Nach dem Kursrückgang hat sich die Bewertung grundlegend verändert. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt aktuell bei 31 — nahe dem S&P-500-Durchschnitt von 29. Das Forward-KGV ist auf 13 komprimiert. Zum Vergleich: Noch vor einem Jahr wurde die Aktie mit einem deutlichen Premium gehandelt.
Am 6. Mai 2026 legt The Trade Desk seine nächsten Quartalszahlen vor. Anleger werden dann konkrete Hinweise auf die Umsatzentwicklung, die Akzeptanz der Kokai-Plattform und den Stand der OpenAI-Gespräche erwarten.
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