TKMS Aktie: Dekadenweise Entwicklungen
Der deutsche Marineschiffbauer TKMS hat heute seine Quartalszahlen vorgelegt – und die fallen widersprüchlich aus. Während der Auftragsbestand auf ein Rekordhoch klettert, belastet das Stahlgeschäft des ehemaligen Mutterkonzerns ThyssenKrupp die Gesamtbilanz massiv.
Rekord-Auftragsbestand trifft auf schwaches Quartal
TKMS meldet für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 einen leichten Umsatzrückgang von einem Prozent auf 545 Millionen Euro. Der Auftragseingang brach sogar um 38 Prozent auf rund 7,7 Milliarden Euro ein – allerdings täuscht diese Zahl. Grund für den Einbruch: Im Vorjahr hatte TKMS Großaufträge verbucht, die nun als Vergleichsbasis dienen.
Entscheidend ist der Blick auf den Auftragsbestand: Mit 18,7 Milliarden Euro erreicht dieser einen absoluten Rekordwert. Das Unternehmen hat seine Bücher für Jahre gefüllt. Als Reaktion darauf erhöhte TKMS die Umsatzprognose für 2025/26 auf ein Plus von zwei bis fünf Prozent.
ThyssenKrupp-Altlasten belasten weiter
Während TKMS als eigenständiges Unternehmen seinen Weg geht, kämpft der frühere Mutterkonzern ThyssenKrupp mit massiven Problemen. In den drei Monaten bis Ende Dezember 2025 weitete sich der Verlust auf 353 Millionen Euro aus – nach 51 Millionen Euro im Vorjahr. Verantwortlich sind hohe Restrukturierungskosten für das krisengeschüttelte Stahlgeschäft sowie Abschreibungen im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf von Automation Engineering.
Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis verbesserte sich zwar um zehn Prozent auf 211 Millionen Euro. Doch der Umsatz sank um acht Prozent auf 7,2 Milliarden Euro – Analysten hatten eigentlich mit stabilen Erlösen gerechnet. Für das Gesamtjahr erwartet ThyssenKrupp wegen der Stahl-Sanierung einen Konzernverlust von 400 bis 800 Millionen Euro.
Börse reagiert verhalten
Die TKMS-Aktie zeigte sich von den Zahlen trotz des Rekord-Auftragsbestands unbeeindruckt. Der erhoffte Sprung in Richtung 100 Euro blieb aus. Marktbeobachter sehen die Bewertung als zu ambitioniert an – trotz der langfristig gesicherten Auslastung durch den prall gefüllten Auftragsbestand.
Die ThyssenKrupp-Aktie reagierte deutlicher: Im vorbörslichen Tradegate-Handel sackte der Titel zeitweise um 4,55 Prozent auf 11,76 Euro ab. Die hohen Kosten für die Stahl-Sanierung und die anhaltend schwierige Marktsituation belasten das Papier weiter. Ob die laufenden Transformationsprogramme ausreichen, um das Ruder herumzureißen, bleibt offen.
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