Harmonie auf der ersten Hauptversammlung, Durchbruch in Indien: Die TKMS Aktie profitiert derzeit von einer Serie operativer Erfolge. Während die Aktionäre die starken Jahreszahlen abnickten, rückt ein gigantischer U-Boot-Deal in greifbare Nähe. Ist das Rüstungsunternehmen bereit für den nächsten Wachstumsschub?

Indien-Deal als massiver Hebel

Die wohl wichtigste Nachricht der vergangenen Woche kam nicht aus dem Versammlungssaal, sondern aus Südasien. Am 26. Februar schloss die indische Marine die Kostenverhandlungen mit TKMS für das U-Boot-Programm P-75(I) ab. Das Volumen ist enorm: Der Projektwert wird auf umgerechnet 8 bis 9 Milliarden US-Dollar taxiert.

Zwar steht die formale Unterzeichnung noch aus und wird voraussichtlich in das neue Geschäftsjahr fallen, doch der Abschluss der kommerziellen Gespräche ist ein entscheidender Schritt. Sollte der Vertrag finalisiert werden, wäre es der teuerste konventionelle U-Boot-Auftrag der Welt. Für TKMS würde dies das ohnehin schon auf Rekordniveau liegende Auftragspolster von 18,7 Milliarden Euro nochmals massiv ausweiten.

Starke Zahlen überzeugen

Das operative Geschäft liefert unterdessen die nötige Substanz für die Börsenbewertung. Auf der ersten Hauptversammlung seit dem Börsengang präsentierte CEO Oliver Burkhard überzeugende Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2024/25. Der Umsatz kletterte um 9 Prozent auf 2,17 Milliarden Euro, während das bereinigte Ergebnis (EBIT) sogar um 53 Prozent auf 131 Millionen Euro zulegte.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei TKMS?

Diese fundamentale Stärke spiegelt sich im Aktienkurs wider. Das Papier notiert aktuell bei 94,50 Euro und verzeichnet seit Jahresanfang ein Plus von über 36 Prozent. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 100,60 Euro beträgt lediglich rund 6 Prozent, was das anhaltende Vertrauen der Investoren verdeutlicht.

Innovation und Konsolidierung

Neben den Großaufträgen treibt das Management die technologische Weiterentwicklung voran. Ein Beleg hierfür ist die Übergabe der ersten autonomen Unterwasserdrohne "BlueWhale" an die Bundeswehr in der vergangenen Woche. Das System gilt als wichtiger Baustein für die künftige Aufklärung und U-Boot-Jagd.

Gleichzeitig arbeitet Burkhard an der Konsolidierung des europäischen Marinesektors. Ein unverbindliches Angebot für die German Naval Yards Kiel liegt bereits vor. Ziel ist es, die Marktpositionierung des MDAX-Konzerns weiter zu schärfen und Synergien zu heben.

Blick nach vorn

Die Nachrichtenlage für TKMS bleibt in den kommenden Monaten dicht. Zwischen Mai und Juni 2026 wird eine Entscheidung der kanadischen Regierung über die Lieferung von zwölf U-Booten erwartet, für die TKMS bereits finale Angebote eingereicht hat. Zusammen mit den anstehenden Entscheidungen für die deutschen F128-Fregatten und dem bevorstehenden Abschluss in Indien sind die Weichen für eine langfristige Auslastung der Werften gestellt.

TKMS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TKMS-Analyse vom 02. März liefert die Antwort:

Die neusten TKMS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TKMS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 02. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

TKMS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...